Aktuell: Veranstaltungen

Gedenken an die Reichspogromnacht

Syn­ago­ge in der Uni­ver­si­täts­stra­ße 11, 9./10. Novem­ber 1938 nie­der­ge­brannt
(Ansichts­kar­te vor 1938), heu­te Gar­ten des Geden­kens

Am 11. Novem­ber 2018, 11.00 Uhr, laden Pfar­re­rin Kat­ja Simon und die 2. Vor­sit­zen­de der Jüdi­schen Gemein­de Moni­ka Bunk ein zu einem Dia­lo­gi­schen Got­tes­dienst. Anlass ist der 80. Jah­res­ta­ges des Geden­kens an die Reichs­po­grom­nacht. Am Vor­tag, 10. Novem­ber, 18.30 Uhr, fin­det die Gedenk­fei­er im Gar­ten des Geden­kens statt.

St. Martin in St. Jost und Schotts Remise

Der Later­nen­um­zug beginnt am Mitt­woch, dem 7. Novem­ber 2018, um 16.30 Uhr in der Kapel­le St. Jost. Nach der Andacht lau­fen wir durch Wei­den­hau­sen bis zur Remi­se von Lothar Schott. Dort kön­nen wir uns bei Würst­chen und Punsch und ande­ren Lecke­rei­en stär­ken. (Foto: pri­vat)

Jüdischer Kulturherbst mit den Drei Kantoren

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be Freun­de,

am kom­men­den Sonn­tag, dem 4. Novem­ber 2018, 18.00 Uhr, Syn­ago­ge, fin­det das nächs­te Kon­zert des Jüdi­schen Kul­tur­herbs­tes statt. Die eini­gen von Ihnen bereits bekann­ten und belieb­ten Drei Kan­to­ren kom­men mit ihrem neu­es­ten Pro­gramm „Scha­lom Rav al Isra­el” nach Mar­burg.

Seit der Zeit der Bibel hat der Wunsch nach Frie­den für Isra­el die Juden geprägt. Meh­re­re Gebets­tex­te, Piju­tim, chas­si­di­sche Lie­der, Lie­der auf Jid­disch und moder­ne Volks­lie­der beschäf­ti­gen sich mit dem Wunsch, end­lich ein fried­li­ches Leben im ver­spro­che­nen Land, unter dem eige­nen Wein­stock oder Fei­gen­baum, zu erle­ben. Die mitt­ler­wei­le deutsch­land­weit bekannt gewor­de­ne Grup­pe Die Drei Kan­to­ren schließt sich die­sem Gebet an mit einem Pro­gramm vol­ler Lob­lie­der für Frie­den für Isra­el und für die gan­ze Welt. Die Drei Kan­to­ren (Tal Koch – Tenor, Amnon See­lig – Bari­ton, Assaf Levi­tin – Bass, Naa­man Wag­ner – Kla­vier) bie­ten ein vir­tuo­ses, unter­halt­sa­mes und berüh­ren­des Kon­zert, das mit selbst arran­gier­ter (und teils selbst kom­po­nier­ter) Musik den Bogen zwi­schen Klas­si­kern der Cha­sa­nut bis zu moder­nen israe­li­schen Volks­lie­dern spannt.

Wir freu­en uns dar­auf, Sie zu die­sem spe­zi­el­len Kon­zert begrü­ßen zu kön­nen!

Freund­li­che Grü­ße
Moni­ka Bunk
2. Vor­sit­zen­de


Jüdi­sche Gemein­de Mar­burg
Lie­big­stra­ße 21a
35037 Mar­burg

(Foto: Tobi­as Bar­nis­ke)
Geistliches Konzert „Tu es Petrus“

Der För­der­kreis für Alte Musik ver­an­stal­tet am Sonn­tag, dem 4. Novem­ber 2018 in der Uni­ver­si­täts­kir­che zu Mar­burg um 17.00 Uhr ein geist­li­ches Kon­zert.

Den Kom­po­si­tio­nen, die zu hören sein wer­den, lie­gen die Bibel­ver­se Mat­thä­us Kapi­tel 16, Vers 18–19 zu Grun­de: „Tu es Petrus et super hanc petram aedi­fi­c­abo Eccle­si­am meam“. „Du bist Petrus, auf die­sem Fel­sen will ich mei­ne Gemein­de bau­en“.

Als zen­tra­les Werk des Kon­zerts wird von Gio­van­ni Pier­lui­gi da Pale­stri­na (1525–1594) eine sechs­stim­mi­ge Mes­se mit dem Titel „Tu es Petrus“ zu hören sein.

Wie die ande­ren Kom­po­si­tio­nen des Pro­gramms basiert die Pale­stri­na­mes­se auf der über­lie­fer­ten Melo­die des gre­go­ria­ni­schen Cho­rals mit die­sem Bibel­text.

Als Sän­ger­kna­be hat Pale­stri­na sei­ne musi­ka­li­sche Aus­bil­dung unter ver­schie­de­nen Kapell­meis­tern in San­ta Maria Mag­gio­re in Rom erhal­ten. 1544 wur­de er an die Kathe­dra­le der Stadt Pale­stri­na als Gesang­leh­rer und Orga­nist beru­fen, wo der spä­te­re Papst Juli­us III. Kar­di­nal-Bischof war, der Pale­stri­na 1551 als Kapell­meis­ter an der Cap­pel­la Giu­lia anstell­te. 1555 wur­de er Sän­ger der Cap­pel­la Sis­ti­na. Noch im sel­ben Jahr wur­de er ent­las­sen, da Juli­us III. gestor­ben war. Pale­stri­nas Stim­me ließ wohl nach und er hat­te das zwei­te Mal gehei­ra­tet. Danach war er Kapell­meis­ter an der Late­ran­kir­che. Vor­rüber­ge­hend Kapell­meis­ter an San­ta Maria Mag­gio­re wur­de er dann Musik­leh­rer am Semi­na­rio Roma­no. 1571 wur­de er Kapell­meis­ter an San Pie­tro und blieb es bis zu sei­nem Tod. Am Ende sei­nes Lebens ver­such­te er noch ein­mal in sei­ne Vater­stadt Pale­stri­na zurück­zu­keh­ren, wo er als reich gewor­de­ner Mann einen gro­ßen Fami­li­en­be­sitz erwor­ben hat­te. Aber ehe dort sein Ver­trag mit dem Dom­ka­pi­tel abge­schlos­sen wer­den konn­te, starb er in Rom und wur­de in der Peters­kir­che begra­ben.

Retro­spek­tiv wie sein per­sön­li­cher Cha­rak­ter ist im Wesent­li­chen auch Pale­stri­nas kom­po­si­to­ri­sches Schaf­fen. Wahr­schein­lich ist sei­ne berühm­te Mar­cel­lus-Mes­se 1562/63 in Ver­bin­dung mit dem Triden­ti­ner Kon­zil ent­stan­den. Er konn­te mit die­ser Mes­se die geist­li­chen Wür­den­trä­ger über­zeu­gen, dass trotz kunst­rei­cher Struk­tur der Text klar ver­ständ­lich blei­ben kön­ne und die Musik wür­dig und andachts­voll dar­ge­stellt klingt.

Pale­stri­na ist für die geist­li­che Musik sei­ner Zeit kein Neue­rer, son­dern eher ein Voll­ender. Das Haupt­ge­biet sei­nes Schaf­fens stel­len sei­ne 105 Mes­sen dar, neben Motet­ten, Respons­o­ri­en, Sequen­zen und eini­gen Madri­ga­len.

Wir stel­len der sechs­stim­mi­gen Mes­se eine sechs- und eine sie­ben­stim­mi­ge Motet­te über „Tu es Petrus“ von Pale­stri­na vor­an.

Der spa­ni­sche Kom­po­nist Cris­tóbal de Mora­les (1500–1553), der von 1535 bis 1545 in der päpst­li­chen Kap­pel­le in Rom sang, war von Pale­stri­na hoch­ge­ach­tet. Sei­ne Motet­te „Tu es Petrus“ ist in kon­tra­punk­ti­scher Tech­nik und im poly­pho­nen Stil geschrie­ben. Die Motet­te ist fünf­stim­mig und der gre­go­ria­ni­sche Can­tus wird in der zwei­ten Stim­me durch­weg auf unter­schied­li­chen Ton­hö­hen wie­der­holt.

In den „Sacri Con­cen­ti“ 1601 von Hans Leo Hass­ler (1564–1612) ist eine fünf­stim­mi­ge „Tu es Petrus“-Komposition ent­hal­ten. Er stu­dier­te bei Andrea Gabrie­li in Vene­dig.

Die Motet­te des eng­li­schen Kom­po­nis­ten Wil­liam Byrd (1540–1623) ist im „alten“ Stil kom­po­niert, gehört aber vom har­mo­ni­schen Gesche­hen her und der neu­en dekla­ma­to­ri­schen Gestalt in den Beginn des Früh­ba­rock.

Der spa­ni­sche Kom­po­nist Tomás Luis de Vic­to­ria (1548–1611) hat unter ande­rem bei Pale­stri­na im Semi­na­rio Roma­no stu­diert; er wur­de dort Pale­stri­nas Nach­fol­ger als Chor­lei­ter.

Zwei dop­pel­chö­ri­ge Motet­ten beinhal­tet das Kon­zert­pro­gramm.

Der deut­sche Kom­po­nist Mel­chi­or Franck (1580–1639) hat durch Hass­ler den poly­pho­nen, vene­zia­ni­schen Kom­po­si­ti­ons­stil ken­nen­ge­lernt und in sei­nen geist­li­chen Wer­ken fort­ge­setzt.

Peter Phil­ips (1561–1628) muss­te als Katho­lik aus Eng­land flie­hen; er hielt sich in Rom auf und reis­te über Spa­ni­en und Frank­reich in die Nie­der­lan­de, wo er Jan Pie­ters­zoon Sweelinck (1562–1621) traf. Auf dem Fest­land lebend, war er einer der her­vor­ra­gen­den eng­li­schen Kom­po­nis­ten sei­ner Genera­ti­on.

Die Fest­mo­tet­te „Lobet den Her­ren“ aus dem „Cym­balum Sio­ni­um 1615“ von Johann Her­mann Schein (1586–1630) beschließt das geist­li­che Kon­zert „Tu es Petrus“.

Die Aus­füh­ren­den sind das Vokal­ensem­ble Can­ti­cum Anti­quum und Solo­stim­men des Can­ti­cum Anti­quum. Die Lei­tung hat Bri­git­te Krey.

(Foto: Pres­se­fo­to)

Gemeindefahrt nach Sargenzell

Am 1. Novem­ber 2018 fah­ren wir nach Sar­gen­zell. Das Motiv des ein­und­drei­ßigs­ten Früch­te­tep­pichs trägt den Titel „Die Berg­pre­digt“ (The Ser­mon on the Mount). Die Illus­tra­ti­on einer Bibel von Harold Cop­ping bie­tet die Grund­la­ge für ein Meis­ter­werk aus Samen und Kör­nern. Harold Cop­ping, erfolg­rei­cher Autor und Buch­il­lus­tra­tor, ver­öf­fent­lich­te sei­ne illus­trier­te Aus­ga­be der Bibel im Jah­re 1910.

Abfahrts­zei­ten:

  • 13.00 Uhr Bus­hal­te­stel­le gegen­über vom Phil­ipps­haus (Uni­ver­si­täts­stra­ße)
  • 13.10 Uhr Erlen­ring
  • 13.15 Uhr Gemein­de­haus Ost (Georg-Voigt-Stra­ße 89)

Kos­ten: 15,- €
Anmel­dung: Han­ne­lo­re Scha­de (06421) 22345 oder Pfarr­amt Lie­big­stra­ße (06421) 23745

(Foto: Kat­ja Simon)

Es ist noch Raum da — Frauenmahl in der Elisabethkirche

Frau­en­mahl in der Eli­sa­beth­kir­che Mar­burg
Sonn­tag, 21. Okto­ber 2018, 17.00–20.00 Uhr

Wenn Sup­pen­duft ver­füh­re­risch durch die goti­schen Gemäu­er weht, ist es Zeit, Platz zu neh­men. Frau­en aus der Regi­on bit­ten als Gast­ge­be­rin­nen zu Tisch in der Eli­sa­beth­kir­che. 100 Jah­re Frau­en­wahl­recht und 100 Jah­re evan­ge­li­sche Frau­en­ar­beit in Deutsch­land: Gute Grün­de zum Fei­ern und ein Anlass gemein­sam drü­ber nach­zu­den­ken, wel­chen poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen The­men wir heu­te wir heu­te Raum geben wol­len. Schmack­haf­tes Essen, Musik und anre­gen­de Tisch­red­ne­rin­nen brin­gen uns mit­ein­an­der ins Gespräch an die­sem Abend. Herz­li­che Ein­la­dung in die Eli­sa­beth­kir­che! Es ist genug Raum für alle da!

Tisch­red­ne­rin­nen

  • Pfar­re­rin i.R. Ulri­ke Börsch: „100 Jah­re Evan­ge­li­sche Frau­en­ar­beit”
  • Prof. Dr. Annet­te Hen­nin­ger: „100 Jah­re Frau­en­wahl­recht und Anti­gen­der-Bewe­gung”
  • Lydia Koblof­sky: „Welt­wei­te Soli­da­ri­tät unter Frau­en”

Musi­ka­li­sche Gestal­tung

  • Adel­heid Böh­me, Orgel
  • Mira Wöl­len­stein, Vio­li­ne
  • Kim­ba Djem­bé Orches­tra

Es laden ein

  • Refe­rat Erwachsenenbildung/Frauenarbeit und die Vor­be­rei­tungs­grup­pe mit Gabi Erne, Sven­ja Neu­mann, Katha­ri­na Scholl, Cla­ra Sper­zel, Prof. Ulri­ke Wag­ner-Rau und Andrea Wöl­len­stein

Anmel­dung bis zum 14. Okto­ber an

Kurz­ent­schlos­se­ne sind auch ohne Anmel­dung will­kom­men!

Der Ein­tritt ist frei,
wir bit­ten um eine Spen­de.

Friedensweg der Religionen 2018

Sie sind herz­lichst ein­ge­la­den zum
Frie­dens­weg der Reli­gio­nen Mar­burg 2018

Gemein­sam unter­wegs
zu den Orten ver­schie­de­ner Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten Mar­burgs

Sams­tag, den 20. Okto­ber 2018
Beginn 17.00 Uhr | Ende ca. 21.00 Uhr

Eine Wan­de­rung mit Prä­sen­ta­tio­nen im Ker­ner (Luthe­ri­scher Kirch­hof 1 / Beginn der Ver­an­stal­tung um 17.00 Uhr), der Uni­ver­si­täts­kir­che, Moschee, Shambha­la-Zen­trum und Syn­ago­ge.

Gemein­sam unter­wegs, gemein­sam im Gespräch

Zum neun­ten Mal bereits ver­an­stal­tet der Mar­bur­ger Run­de Tisch der Reli­gio­nen einen öffent­li­chen Frie­dens­weg: Gemein­sam unter­wegs zu den Orten ver­schie­de­ner Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten Mar­burgs. Er beginnt um 17.00 Uhr im Ker­ner / Luthe­ri­scher Kirch­hof 1, mit der Bahá’í, führt zur evan­ge­li­schen Uni­ver­si­täts­kir­che und über die neue Moschee in der Stra­ße Bei St. Jost 17 zum bud­dhis­ti­schen Shambha­la-Zen­trum und schließ­lich zur Syn­ago­ge in der Lie­big­stra­ße. Dort endet der Frie­dens­weg nach einem abschlie­ßen­den Rund­ge­spräch gegen 21.00 Uhr.

The­ma des dies­jäh­ri­gen Frie­dens­we­ges

Haus der Andacht” — Was macht ein reli­giö­ses Zen­trum zu einer reli­giö­sen und spi­ri­tu­el­len Räum­lich­keit?

Wer an den im Mar­burg leben­den Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten Inter­es­se hat, ist ein­ge­la­den, sich dem Weg anzu­schlie­ßen. An allen Sta­tio­nen wird es eine kur­ze Ein­füh­rung in den Ort und reprä­sen­ta­ti­ve Text­le­sun­gen geben. Dies wird einen Ein­druck von der Atmo­sphä­re der jewei­li­gen Reli­gi­on ver­mit­teln. Auf dem gemein­sa­men Weg kön­nen sich die Teil­neh­men­den über das Gese­he­ne und Gehör­te unter­hal­ten und befra­gen.

Vier Stun­den unter­wegs zu sein, ist anstren­gend, aber es bie­tet mehr Mög­lich­kei­ten als ein Vor­trags­pro­gramm: kon­kre­te Erfah­run­gen, direk­te Ansprech­part­ner, neue Kon­tak­te.
Die Mar­bur­ger Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten wol­len deut­lich machen, dass sie trotz aller ver­blei­ben­den Unter­schie­de ein gemein­sa­mes Ziel haben: den äuße­ren und inne­ren Frie­den, zu dem sie auf unter­schied­li­che Wei­se bei­tra­gen. Spi­ri­tu­ell wach zu sein heißt, sich auf­zu­ma­chen, Schrit­te zu wagen, gemein­sam und auf ein­an­der zu; es heißt auch, den Aus­tausch zu suchen und Erkann­tes in die Tat umzu­set­zen.

Die Weg­füh­rung

Der Frie­dens­weg der Reli­gio­nen beginnt im Ker­ner (Luthe­ri­scher Kirch­hof 1) und führt nach der anschlie­ßen­den Uni­ver­si­täts­kir­che als drit­ter Sta­ti­on zur neu­en Moschee (Bei St. Jost 17), von dort zum Shambha­la-Zen­trum (Auf dem Wehr 33) und zur Syn­ago­ge (Lie­big­stra­ße 21a)

(Foto: Petr Her­man)

Kinderkirche im Oktober

Lie­be Kin­der und Eltern,

wir laden herz­lich ein am kom­men­den Sams­tag, 20. Okto­ber 2018, 14.00–1600 Uhr im Phil­ipps­haus zur Kin­der­kir­che mit Bas­te­lei­en, Essen und Spie­len.

Die nächs­ten Ter­mi­ne sind 17. Novem­ber, 14.00 Uhr, Kin­der­kir­che und 1./8./15./22. Dezem­ber Krip­pen­spiel­pro­ben sowie am 23. Dezem­ber Gene­ral­pro­be immer ab 10.00 Uhr. Mel­det Euch an!

Herz­li­che Grü­ße
Kat­ja Simon und Team

Jüdischer Kulturherbst 2018

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be Freun­de,

heu­te (14. Okto­ber 2018) beginnt der dies­jäh­ri­ge 15. Jüdi­sche Kul­tur­herbst. Das ers­te Kon­zert mit dem Duo Fol­ka­du fin­det um 18.00 Uhr in der Syn­ago­ge, Lie­big­stra­ße 21a, Mar­burg, statt.

Das Duo Fol­ka­du hat sich ganz der Musik Isra­els ver­schrie­ben. Mit Gesang, Trom­pe­te, Akkor­de­on und Per­cus­sion brin­gen sie sowohl tra­di­tio­nel­le wie auch moder­ne israelische/jüdische Kom­po­si­tio­nen in char­man­ter Klein­be­set­zung auf die Büh­ne.

Simon Japha wur­de 1989 in Spa­ni­en gebo­ren und wuchs bei Mün­chen auf. Im Alter von sechs Jah­ren begann er Akkor­de­on­un­ter­richt zu neh­men, spä­ter kam das Schlag­zeug dazu. Seit jeher ist die musi­ka­li­sche und sti­lis­ti­sche Viel­falt ein wich­ti­ger Aspekt sei­nes Schaf­fens, die er in unter­schied­li­chen Pro­jek­ten ver­wirk­licht – so wie zusam­men mit Yael Gat (Trom­pe­te und Gesang) im Duo Fol­ka­du. Yael Gat stammt aus Isra­el. Mit 18 Jah­ren wur­de Yael für das Pro­gramm „Out­stan­ding Musi­ci­an“ aus­ge­wählt, begann danach ihren Mili­tär­dienst und spiel­te im IDF-Orches­ter zwei Jah­re lang die ers­te Trom­pe­te. Danach absol­vier­te sie ein BA-Stu­di­um an der Buch­mann-Meh­ta School of Music in Tel Aviv, dem ein Mas­ter­stu­di­um mit Aus­zeich­nung an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter in Mün­chen folg­te. Yael ist Sti­pen­dia­tin ver­schie­de­ner Stif­tun­gen, u.a. des Deutsch­land­sti­pen­di­ums und seit 2017 des Yehu­di Menu­hin Live Music Now-För­der­pro­gramms.

Das Kon­zert fin­det mit Unter­stüt­zung des Zen­tral­rats der Juden in Deutsch­land statt.

Über Ihren zah­rei­chen Besuch wür­den wir uns freu­en!

Herz­li­che Grü­ße
Moni­ka Bunk
2. Vor­sit­zen­de
Jüdi­sche Gemein­de Mar­burg

Der Ein­tritt beträgt 5 € für Gemein­de­mit­glie­der und 10 € für alle ande­ren Gäs­te.

Linke Christinnen und Christen: Gesprächsabend im November

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de, lie­be Genos­sin­nen und Genos­sen, lie­be Geschwis­ter,

hier­mit laden wir ein zum nächs­ten Ter­min unse­res Arbeits­krei­ses lin­ker Chris­tin­nen und Chris­ten am 9. Okto­ber 2018 um 19.00 Uhr im Käte-Din­ne­bier-Saal, Bahn­hof­stra­ße 6 in 35039 Mar­burg. An die­sem Abend wird Nils Rich­ber einen Vor­trag zum The­ma

Die Mecha­nis­men von Gewalt (und wie man die­se durch­bricht)
bei René Girard

René Girard (1923–2015) war Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler, Kul­tur­anthro­po­lo­ge und Reli­gi­ons­phi­lo­soph und ist beson­ders bekannt für sei­ne Schrif­ten zur mime­ti­schen Theo­rie und Gewalt. Kurz gefasst ist Gewalt laut Girard ein Neben­pro­dukt der Art und Wei­se, wie Begeh­ren gesell­schaft­lich tra­diert wird: Wir ler­nen, was wir zu begeh­ren haben, indem uns die­se Objek­te unse­rer Begier­de ent­hal­ten wer­den. Damit die­se Span­nung nicht stän­dig zu Gewalt führt, erzähl­ten und erzäh­len sich Gesell­schaf­ten Geschich­ten von Ver­bo­ten und Opfer­ri­ten, die in bestimm­ten For­men von Sün­den­bock­me­cha­nis­men mün­den. Girard beschreibt wei­ter­hin, wie vie­le kul­tu­rel­le Errun­gen­schaf­ten letzt­lich kom­pli­zier­te Wege dafür sind, die­se Opfer­me­cha­nis­men zu ver­de­cken — da sie nur ver­deckt funk­tio­nie­ren kön­nen. Für unse­ren Arbeits­kreis wird das Den­ken Girards spä­tes­tens dann inter­es­sant, wenn er mit der Erzäh­lung des Todes Chris­ti am Kreuz das Offen­le­gen der Opfer­me­cha­nis­men und somit das Durch­bre­chen der Gewalt­spi­ra­le ver­bin­det.

Nils Rich­ber stu­dier­te Phi­lo­so­phie und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten in Leip­zig und stu­diert Reli­gi­ons­phi­lo­so­phie in Frank­furt. Er wird uns in die­sen Aspekt des Den­kens Girards ein­füh­ren und schließ­lich mit uns dar­über nach­den­ken, wie die Ein­sich­ten Girards aus dem theo­lo­gi­schen Kon­text gelöst und für lin­ke Poli­tik nutz­bar gemacht wer­den kön­nen.

Wir grü­ßen geschwis­ter­lich und soli­da­risch,
das Vor­be­rei­tungs­team des AK lin­ker Chris­tin­nen und Chris­ten

(Gra­fik: Clker-Free-Vec­tor-Images / pixabay.de)

AK Lin­ke CuC — Arbeits­kreis Lin­ke Chris­tin­nen und Chris­ten Mar­burg

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