Aktuell: Veranstaltungen

Eversmiling Liberty. Ein Jazz-Oratorium mit dem Chor Joy of Life

KONZERT
„Evers­mi­ling Liber­ty“ – Jazz Ora­to­ri­um
Musik: Jens Johan­sen und Erling Kull­berg
nach der Text­vor­la­ge von G.F. Hän­dels „Judas Mac­ca­ba­eus“
Sams­tag, 16. Juni 2018 | 19.30 Uhr
Uni­ver­si­täts­kir­che Mar­burg

Chor und Jazz­en­sem­ble „Joy of Life“ der Kur­hes­si­schen Kan­to­rei Mar­burg

Solis­ten: Feli­cia Fried­rich, Micha­el Peu­cker
Trom­pe­te: Mat­thi­as Sie­gel, Jan Huber
Saxo­phon: Ste­fan Koch
Pia­no: Chris­ti­an Keul
Schlag­zeug: Sven Deman­dt
Bass: Frank Höf­li­ger
Lei­tung: Jean Kleeb

1990 kom­po­nier­ten die bei­den däni­schen Kom­po­nis­ten Erling Kull­berg und Jens Johan­sen gemein­sam Evers­mi­ling Liber­ty, ein Jazz­ora­to­ri­um. Text­vor­la­ge ist der Text vom Ora­to­ri­um Judas Mak­ka­bä­us von Georg Fried­rich Hän­del.

Sie ver­bin­den in ihrem Werk baro­cke Kom­po­si­ti­ons­tech­ni­ken mit moder­nen Rhyth­men und Har­mo­ni­en. The­men rund um Fremd­herr­schaft, Unter­drü­ckung und dem Stre­ben nach Frei­heit wer­den mit Rock-, Jazz- und Popele­men­ten aus­ge­stal­tet.

Zur Beset­zung gehö­ren ein gemisch­ter Chor, zwei Solis­ten (der Tenor Judas und eine Mez­zo­so­pra­nis­tin) sowie eine Jazz-Com­bo.

Unter dem Ein­druck des Mau­er­falls kom­po­nier­te das Duo Erling Kull­berg und Jens Johann­sen ein 22-tei­li­ges Jazz-Rock-Ora­to­ri­um, das durch sei­ne zeit­ge­nös­si­sche, rhyth­misch ori­en­tier­te Ton­spra­che inzwi­schen so viel Zuspruch gefun­den hat, dass es in ganz Deutsch­land auf den Pro­gram­men ambi­tio­nier­ter Chö­re steht.

Die bei­den in Euro­pa in der Jazz­chor-Musik­sze­ne bekann­ten däni­schen Kom­po­nis­ten grif­fen sinn­fäl­lig den Judas-Mak­ka­bä­us-Stoff auf und kom­po­nier­ten in den „Fuß­stap­fen” des gro­ßen Vor­bilds Hän­del mit moder­nen Mit­teln, aber auch im Rück­griff auf baro­cke Tech­ni­ken, ihr ein­drucks­vol­les gemein­sa­mes, abend­fül­len­des Werk.

Ihr Ora­to­ri­um ist nicht so sehr die Geschich­te eines ein­sa­men Hel­den, son­dern es erzählt vom Kampf eines Vol­kes um Frei­heit. Ihre Kraft ruht in ihrem Glau­ben — ihrem Glau­ben an Gott und ihrem Glau­ben an sich sel­ber. Dar­um hat der Chor die tra­gen­de Rol­le in „Evers­mi­ling Liber­ty”.

Urauf­ge­führt wur­de das Werk unter ande­rem bei den „Fest­li­chen Tagen“ in Leip­zig nach der Wen­de, unter der Lei­tung von Jens Johann­sen.

Kar­ten: 12,- €, ermä­ßigt 10,- € (für Schü­le­rIn­nen, Aus­zu­bil­den­de, Stu­die­ren­de
und Stadt­pass-Inha­be­rIn­nen; Kin­der bis 6 Jah­re kos­ten­los)
im Vor­ver­kauf: Mar­burg Stadt und Land Tou­ris­mus GmbH Erwin-Pis­ca­tor-Haus
Bie­gen­stra­ße 15, 35037 Mar­burg | (06421) 9912–0
und an der Abend­kas­se ab  18.30 Uhr

Das Ezechielbuch als Trauma-Literatur. Ein Gesprächsabend mit Ruth Poser

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de, Genos­sin­nen und Genos­sen, lie­be Geschwis­ter,

hier­mit laden wir zu unse­rer nächs­ten öffent­li­chen und offe­nen Ver­samm­lung ein, wobei Letz­te­res bedeu­tet, dass uns alle, die sich für unse­re The­men inter­es­sie­ren, will­kom­men sind, unab­hän­gig davon, ob er oder sie einer christ­li­chen Kir­che oder der Par­tei der Lin­ken ange­hört.

Am 12. Juni 2018 geht es ab 19.00 Uhr in Käte-Din­ne­bier-Saal (DGB, Bahn­hof­stra­ße 6) um ein eher wenig gele­se­nes Buch aus dem Alten Tes­ta­ment: Das Buch Ezechiel/Hesekiel. Auch weni­ger „bibel­fes­ten“ Leser_nnen ist die dar­in ent­hal­te­ne sehr kon­kret beschrie­be­ne Auf­er­we­ckungs­vi­si­on des Pro­phe­ten (Ez 37) viel­leicht bekannt.

Die Mar­bur­ger Theo­lo­gin Ruth Poser hat das Buch als Trauma­li­te­ra­tur gele­sen und zum The­ma ihrer Dok­tor­ar­beit gemacht. Sie ver­steht das Eze­chiel­buch als Aus­ein­an­der­set­zung mit den Schre­cken der Kriegs- und Exils­ka­ta­stro­phe von 587 v.u.Z. und ist über­zeugt, dass sei­ne Lek­tü­re einen (geschütz­ten) Raum eröff­net, in dem erlit­te­ne und aus­ge­üb­te (Kriegs-)Gewalt und deren trau­ma­ti­sie­ren­de Fol­gen zur Spra­che kom­men und bear­bei­tet wer­den kön­nen. Ein drän­gen­des The­ma: immer noch und immer wie­der z.B. für die „Enkel­ge­ne­ra­ti­on“ des II. Welt­krie­ges. Wenn­gleich in unter­schied­li­cher Wei­se lei­den immer noch zahl­rei­che Men­schen an bei­dem. Die Erfah­run­gen in deut­schen Fami­li­en und im indi­vi­du­el­len Leben las­sen uns begrei­fen, wel­che schier uner­träg­li­chen see­li­schen (und kör­per­li­chen) Lei­den in Syri­en, in Isra­el und Paläs­ti­na und auf zahl­rei­chen Kriegs­schau­plät­zen gegen­wär­tig ange­rich­tet wer­den.

Doch das Buch Eze­chiel erklärt, dass die Dro­hung mit den „sau­ren Trau­ben“ den Nach­kom­men nicht mehr „stump­fe Zäh­ne“ ver­ur­sa­chen soll. Alle sol­len – und kön­nen – sich mit der eige­nen Schuld aus­ein­an­der­set­zen (Ez 18). Wür­den die Men­schen der auf die Schoa fol­gen­den Gene­ra­tio­nen sich als Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaft statt als Täter­kol­lek­tiv begrei­fen und jeder Art von psy­chi­scher und poli­ti­scher Sip­pen­haft ent­sa­gen, für die Erlit­te­nes (auch unbe­wusst) als Begrün­dung dient – könn­te dies ein Aus­stieg aus dem Kreis­lauf der Gewalt sein, aus dem immer wie­der Rache­phan­ta­si­en und neue Krie­ge ent­ste­hen?

Dass man den Text des Eze­chiel­bu­ches so lesen und nut­zen kann und darf, näm­lich die dar­in von Gott gemach­te Zusa­ge auf psy­chi­sches Hei­lerwer­den ernst- und anzu­neh­men, scheint ange­sichts ent­setz­li­cher (und oft reli­gi­ös über­höh­ter) Gewalt in den gegen­wär­ti­gen Krie­gen über­ra­schend bis unge­recht. Dar­über wol­len wir mit Ruth Poser debat­tie­ren.

Mit soli­da­ri­schen Grü­ßen,
Theo Sper­lea, Eva Gott­schaldt und Rose­ma­rie Barth

Offener Nachmittag der Universitätskirche

Wir laden alle Inter­es­sier­ten ein zu unse­rem „Offe­nen Nach­mit­tag”, der — wie der Name schon sagt — offen für alle Besu­cher ist, egal in wel­cher Gemein­de sie leben oder wel­cher Reli­gi­on sie ange­hö­ren. Wir tref­fen uns an jedem 1. und 3. Don­ners­tag noch im Gemein­de­haus Ost in der Georg-Voigt-Stra­ße 89.

Am 7. Juni 2018, 15.00 Uhr tref­fen wir uns zum Erd­beer­ku­chen-Essen mit amü­san­ten Geschich­ten und am 21. Juni fah­ren wir ins Rosen­mu­se­um nach Bad Nau­heim-Stein­furth.

(Foto: Kat­ja Simon)

Lectio Philippina 2018 mit Prof. Harald Lesch

Hessische Stipendiatenanstalt Collegium Philippinum. Lectio Philippinum 2018. Harald Lesch. Institut für Astronomie und Astrophysik. LMU München. „Nachrichten vom Rande des Universums“. Mit Improvisationen auf der Orgel von Rüdiger Glufke. Universitätskirche Marburg, Reitgasse 1. Dienstag, 5, Juni 2018, 19:00 Uhr. Im Anschluss an den Vortrag Imbiss im Kreuzgang.

Lec­tio Phil­ip­pi­na 2018 — „Nach­rich­ten vom Ran­de des Uni­ver­sums“

Regelmäßige Veranstaltungen im Juni 2018

Phil­ipps­haus
Uni­ver­si­täts­stra­ße 30/32
Phil­ipps­haus

Di 17.30–19.00 Kon­fir­man­den
(außer in der Feri­en­zeit)
Mi 15.00–17.00 Krab­bel­grup­pe
für Kin­der bis 3 Jah­re
(außer in der Feri­en­zeit)
Kin­der­kir­che gibt es im Juni nicht; dafür am 17.06.:
So 11.00 Fami­li­en­got­tes­dienst in der Uni­ver­si­täts­kir­che

Gemein­de­haus Ost
Georg-Voigt-Stra­ße 89
Alter Kirch­hai­ner Weg | Zahl­bach

Do 15.00 Offe­ner Gemein­de­nach­mit­tag:
07.06. Erd­beer­tor­ten und mehr!
21.06. Fahrt ins Rosen­mu­se­um nach Bad Nau­heim-Stein­furth

Uni­ver­si­täts­kir­che
Gar­ten des Geden­kens | Rudolphs­platz

So 11.00 Got­tes­dienst
Mi 13.00–16.00 „Fair­tei­len”
Lebens­mit­tel tei­len!
Do 18.45 Orgel­ves­per
i.d.R. mit Kan­tor Gerold Vor­rath
19.00 Evan­ge­li­sche Mes­se
Got­tes­dienst mit Abend­mahl
20.00–21.15 Scho­la-Pro­be
auf der Orgel­em­po­re

Kapel­le St. Jost
Kurt-Schu­ma­cher-Brü­cke

St. Jost

Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht
(am 02.06. mit Abend­mahl)

Alten­hil­fe­zen­trum St. Jakob
Auf der Wei­de 6
Auf der Weide/AquaMar

Fr 10.30 Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst
Einladung zum Kreiskindertag am 26. Mai 2018

Lie­be Kin­der,
lie­be Eltern,

herz­lich lade ich ein zum Kreis­kin­der­tag mit Nadi­ne Wen­del und Tobi­as Wulff von der Ev. Jugend Mar­burg, dem Jugend­an­ge­bot unse­rer Kir­chen­ge­mein­den. Der Kir­chen­kreis-Kin­der­tag ist ein Akti­ons­tag mir Thea­ter, Spie­len, Bas­teln, Sin­gen und ande­ren bun­ten Aktio­nen. Anbei die Anmel­dung.

  • Ter­min: 26. Mai 2018 von 11 bis 17 Uhr
  • Abfahrt: 10.30 Uhr Phil­ipps­haus, Uni­ver­si­täts­str. 32
  • Alter: 6–13 Jah­re
  • Ort: Wolfs­hau­sen Kreis­ju­gend­stät­te, Im Wolfs­bach 28,
  • Lei­tung + Team: Nadi­ne Wen­del und Tobi­as Wulff (Jugend­re­fe­ren­ten des Kir­chen­krei­ses)
  • Preis + Leis­tung: 7 € (Snacks, Geträn­ke und Mate­ri­al)
  • Anmel­dung: über die Pfar­re­rin, katja.simon@ekkw.de

Vie­le Grü­ße
Kat­ja Simon

(Foto: ejmr.de)

Gesicht zeigen — Mit Kippa, Kopftuch …

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be Freun­de,

aus aktu­el­lem Anlass möch­ten wir auch in Mar­burg zu einer Ver­an­stal­tung auf­ru­fen, die sich gegen Anti­se­mi­tis­mus und für das Recht auf offe­nes Zei­gen sei­ner reli­giö­sen Iden­ti­tät aus­spricht.

Dies allein durch das öffent­li­che Tra­gen der Kip­pa gemein­sam mit allen, die sich dar­in soli­da­risch zei­gen möch­ten, zu ver­deut­li­chen war uns, beson­ders ange­sichts des engen Aus­tauschs zwi­schen allen Reli­gio­nen in unse­rer Stadt, aber nicht genug. Dar­aus ist die Idee ent­stan­den, dass die Jüdi­sche und die Isla­mi­sche Gemein­de gemein­sam eine Ver­an­stal­tung initi­ie­ren, in der sich Mus­li­me mit Juden eben­so soli­da­ri­sie­ren, wie umge­kehrt, denn Anfein­dun­gen wegen des Tra­gens reli­giö­ser Kenn­zei­chen ist bei­den wohl­be­kannt.

Aus­schlag­ge­bend war für uns die Empö­rung, dass Men­schen in unse­rem Lan­de ange­grif­fen wer­den, weil sie auf­grund von Kip­pa oder Kopf­tuch, inzwi­schen auch schon durch das Tra­gen eines Kreu­zes, einer Reli­gi­on zuge­ord­net wer­den, dies wol­len wir nicht hin­neh­men und dabei ist es uns zunächst ein­mal völ­lig gleich­gül­tig, wen es trifft. In unse­rem Land hat jeder das Recht sei­ne Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit öffent­lich zu zei­gen, ohne dass er um Leib und Leben fürch­ten muss. Dies ist zuerst eine Bot­schaft der Mensch­lich­keit jen­seits aller tie­fe­ren reli­gi­ons­po­li­ti­schen Betrach­tun­gen.

Wenn die Ange­hö­ri­gen der Reli­gio­nen in unse­rem Land in gegen­sei­ti­ger Ach­tung mit­ein­an­der leben kön­nen und in der gemein­sa­men Ehr­furcht gegen­über Gott auch im poli­ti­schen Han­deln ver­su­chen, gemein­sa­me Wege zu gehen, dann hat unse­re Gesell­schaft gewon­nen.

Des­halb möch­ten wir herz­lich ein­la­den:

Gesicht zei­gen

Mit Kip­pa, Kopf­tuch …

Seit der Atta­cke gegen einen Kippa­trä­ger in Ber­lin fin­den deutsch­land­weit als Reak­ti­on auf Gewalt und Juden­hass in vie­len Städ­ten sog. Kip­pa-Tage statt. Als jüdi­sche Gemein­schaft freu­en wir uns über die­se Zei­chen der Soli­da­ri­tät in unse­rem Land.

Da sich der­ar­ti­ge Gescheh­nis­se aber nicht nur auf Juden bezie­hen, son­dern auch ande­re reli­giö­se Grup­pen davon nicht aus­ge­nom­men sind, möch­ten wir in Mar­burg einen Schritt wei­ter gehen. Wir set­zen uns für eine Gesell­schaft ein, in der es nicht als anstö­ßig gilt, offen sei­ne reli­giö­se Iden­ti­tät zu zei­gen.

Initi­iert von der Jüdi­schen Gemein­de Mar­burg und der Isla­mi­schen Gemein­de Mar­burg und unter der Schirm­herr­schaft unse­res Ober­bür­ger­meis­ters Dr. Tho­mas Spies laden wir gemein­sam zu einer Kund­ge­bung für reli­giö­se Viel­falt und Tole­ranz unter dem Mot­to „Gesicht zei­gen — Mit Kip­pa, Kopf­tuch, ” ein.
Wir freu­en uns auf das Gruß­wort der Mar­bur­ger Kir­chen.

Beginn ist am 15. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Gar­ten des Geden­kens, Uni­ver­si­täts­stra­ße, von dort geht es zum Mar­bur­ger Markt­platz, wo um 19.00 Uhr eine Kund­ge­bung statt­fin­det, zum Aus­klang geht es wei­ter zur neu­en Moschee, Bei St. Jost 17.

Anti­se­mi­tis­mus darf in unse­rem Land kei­nen Platz mehr haben, aber er ist nur eine Sei­te der Medail­le, die­je­ni­gen, die heu­te öffent­lich gegen Juden sind, dis­kri­mi­nie­ren auch mus­li­mi­sche Mit­bür­ger, ver­brei­ten Hass gegen­über Anders­gläu­bi­gen und Frem­den und stel­len sich gegen Viel­falt und Tole­ranz.

Dar­um gemein­sam: Wir wol­len offen zei­gen, dass in unse­rer Stadt kei­ne Art von Feind­lich­keit, Gewalt, Hass und Dis­kri­mi­nie­rung Platz haben, unab­hän­gig gegen wen sie sich rich­tet. Wir möch­ten alle ermu­ti­gen, selbst­be­wusst öffent­lich zu ihren Über­zeu­gun­gen zu ste­hen. Mit die­ser Kund­ge­bung set­zen wir zusam­men, als Jüdi­sche Gemein­de und Isla­mi­sche Gemein­de mit allen ande­ren Reli­gio­nen, ein Zei­chen für reli­giö­se Viel­falt inner­halb unse­rer frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Ord­nung.

Wir ste­hen gemein­sam für eine Welt der Viel­falt, der Tole­ranz und des gegen­sei­ti­gen Respekts ein, in der Aus­gren­zung, Feind­lich­keit und Into­le­ranz kei­nen Platz haben. Für eine star­ke viel­fäl­ti­ge Gemein­schaft in der wir uns gegen­sei­tig ken­nen­ler­nen und Unter­schie­de als berei­chernd begrei­fen.

Wer im Rah­men der Ver­an­stal­tung ein Gruß­wort spre­chen möch­te, möch­te uns das bit­te vor­her kurz mit­tei­len.

Auf Ihre zahl­rei­che Teil­nah­me freu­en wir uns und bit­ten Sie, die­se Ein­la­dung ger­ne wei­ter­zu­lei­ten.

Herz­li­che Grü­ße

Moni­ka Bunk
2. Vor­sit­zen­de
für den Vor­be­rei­tungs­kreis der Ver­an­stal­tung

Christsein in der Konsumgesellschaft. Referat und Diskussion

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de, lie­be Genos­sin­nen und Genos­sen, lie­be Geschwis­ter,

hier­mit laden wir ein zum nächs­ten Ter­min unse­res Arbeits­krei­ses lin­ker Chris­tin­nen und Chris­ten am Diens­tag, 8. Mai 2018, um 19.00 Uhr im Büro der LINKEN, Bahn­hof­stra­ße 6 in 35039 Mar­burg. An die­sem Abend wird Tho­mas Wei­ßen­born zum The­ma „Christ­sein in der Kon­sum­ge­sell­schaft” refe­rie­ren.

In sei­nem gleich­na­mi­gen Buch beschreibt unser Refe­rent das Pro­blem fol­gen­der­ma­ßen: „Ein selt­sa­mes Phä­no­men schleicht sich nach und nach in unser Leben in der west­li­chen Welt. Im Prin­zip geht es dabei um nichts Neu­es, denn die Fak­ten lie­gen eigent­lich schon seit Jahr­zehn­ten auf dem Tisch, obwohl sie zwi­schen­durch immer wie­der erfolg­reich ver­drängt wor­den sind. Mit dem Kli­ma­wan­del ist jedoch ein aus den Ölkri­sen der Sieb­zi­ger­jah­re des letz­ten Jahr­hun­derts bekann­tes Gefühl mit Macht zurück­ge­kehrt: Weil unse­re Welt end­lich ist, kön­nen wir nicht mehr so wei­ter­ma­chen wie bis­her. Über­all regt sich daher das schlech­te Gewis­sen; der Markt für Bio­pro­duk­te boomt; nicht zuletzt auf­grund der gestie­ge­nen Ener­gie­kos­ten haben Wär­me­däm­mung und alter­na­ti­ve Ener­gie­quel­len Hoch­kon­junk­tur. „Nach­hal­tig­keit” ist zum neu­en Mode­wort gewor­den.” Nur wie damit umge­hen, dass nun selbst der „kor­rek­te” Hand­lungs­weg zur Mode und zum Pro­dukt wird? Hier ist ein „Nach­den­ken über eine all­täg­li­che Her­aus­for­de­rung” — so der Unter­ti­tel des zitier­ten Buches — not­wen­dig; und viel­leicht kann uns ein undog­ma­ti­scher, aber christ­li­cher Blick­win­kel hel­fen, die „theo­lo­gi­schen Mucken” unse­rer Gesell­schafts­si­tua­ti­on bes­ser zu erken­nen.

Tho­mas Wei­ßen­born pro­mo­vier­te 2002 mit dem The­ma „Reli­gi­ons­frei­heit — Christ­li­che Wahr­heit und mensch­li­che Wür­de im Kon­flikt?” zum Dok­tor der Theo­lo­gie, ist seit 1999 Dozent für Dog­ma­tik, Ethik, Her­me­neu­tik, Homi­le­tik und Neu­es Tes­ta­ment am Mar­bur­ger Bibel­se­mi­nar (mbs) und ist Autor und Über­set­zer meh­re­rer Bücher. Im letz­ten Jahr hielt er bereits einen Vor­trag in die­sem Arbeits­kreis zum The­ma Hoff­nung.

Wie bei allen Ver­an­stal­tun­gen des AK lin­ker Chris­tin­nen und Chris­ten gilt die­se Ein­la­dung aus­drück­lich auch Per­so­nen, die kei­ne Mit­glie­der der Par­tei DIE LINKE oder einer kirch­li­chen Orga­ni­sa­ti­on sind, son­dern allen, die Inter­es­se am Zusam­men­tref­fen und Dia­log die­ser bei­den Tra­di­tio­nen haben. In die­sem Sin­ne bit­ten wir auch um Wei­ter­ga­be die­ser Ein­la­dung.

Wir grü­ßen geschwis­ter­lich und soli­da­risch,
Theo­dor Sper­lea, Eva Chr. Gott­schaldt und Rose­ma­rie Barth

Regelmäßige Veranstaltungen im Mai 2018

Phil­ipps­haus
Uni­ver­si­täts­stra­ße 30/32
Phil­ipps­haus

Di 17.30–19.00 Kon­fir­man­den
(außer in der Feri­en­zeit)
Mi 15.00–17.00 Krab­bel­grup­pe
für Kin­der bis 3 Jah­re
(außer in der Feri­en­zeit)
Sa 11.00–17.00 Kin­der­kir­che:
26.05. Kreis­kin­der­tag in Wolfs­hau­sen

Gemein­de­haus Ost
Georg-Voigt-Stra­ße 89
Alter Kirch­hai­ner Weg | Zahl­bach

Do 15.00 Offe­ner Gemein­de­nach­mit­tag:
03.05. Pri­j­ate­li Stif­tung zur Unter­stüt­zung ver­las­se­ner Kin­der in Sofia, Bul­ga­ri­en
Bericht von Vir­ji­nia Schwar­ten
17.05. Maria Sibyl­la Meri­an. Künst­le­rin und Natur­for­sche­rin
mit Pfar­re­rin Kat­ja Simon

Uni­ver­si­täts­kir­che
Gar­ten des Geden­kens | Rudolphs­platz

So 11.00 Got­tes­dienst
Mi 13.00–16.00 „Fair­tei­len”
Lebens­mit­tel tei­len!
Do 18.45 Orgel­ves­per
i.d.R. mit Kan­tor Gerold Vor­rath
19.00 Evan­ge­li­sche Mes­se
Got­tes­dienst mit Abend­mahl
20.00–21.15 Scho­la-Pro­be
auf der Orgel­em­po­re

Kapel­le St. Jost
Kurt-Schu­ma­cher-Brü­cke

St. Jost

Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht
(am 05.05. und 19.05. mit Abend­mahl)

Alten­hil­fe­zen­trum St. Jakob
Auf der Wei­de 6
Auf der Weide/AquaMar

Fr 10.30 Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst
(am 11.05. und 25.05.)
Alle Verhältnisse umzuwerfen… Ein Abend mit Franz Segbers

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de, lie­be Genos­sin­nen und Genos­sen, lie­be Geschwis­ter,

hier­mit laden wir ein zum nächs­ten Ter­min unse­res Arbeits­krei­ses lin­ker Chris­tin­nen und Chris­ten am 17. April 2018 um 19.00 Uhr im Käte-Din­ne­bier-Saal, Bahn­hof­stra­ße 6 in 35037 Mar­burg. An die­sem Abend wird Franz Seg­bers das von ihm her­aus­ge­ge­be­ne Buch „Alle Ver­hält­nis­se umzu­wer­fen… und die Mäch­ti­gen vom Thron zu stür­zen” vor­stel­len, in dem die Bezie­hung zwi­schen Chris­ten­tum und den Leh­ren Marx’ beleuch­tet wird.

Mit der Finanz­kri­se 2008 erwach­te ein neu­es Inter­es­se an Karl Marx. Er gilt als wohl poli­tisch ein­fluss­reichs­ter Gelehr­ter des 19. und 20. Jahr­hun­derts. War­um war das Ver­hält­nis der Chris­ten zu Marx den­noch von Anfang an umstrit­ten? Anläss­lich des 200. Geburts­tags von Karl Marx haben Micha­el Rammin­ger und Franz Seg­bers im VSA Ver­lag ein Buch her­aus­ge­ge­ben. „Alle Ver­hält­nis­se umzuwerfen…und die Mäch­ti­gen vom Thron zu stür­zen“. Das gemein­sa­me Erbe von Chris­ten und Marx. Reli­gi­on ist nicht nur „Opi­um des Volks“, son­dern hat eine Kraft zur Ver­än­de­rung der Welt. Der Buch­ti­tel ist ein Misch­zi­tat, das von Marx und aus dem Evan­ge­li­um stammt. Von Marx stammt die Auf­for­de­rung: „Alle Ver­hält­nis­se umzu­wer­fen, in denen der Mensch ein ernied­rig­tes, ein geknech­te­tes, ein ver­las­se­nes, ein ver­ächt­li­ches Wesen ist.“ Im Magni­fi­kat besingt Maria Got­tes Barm­her­zig­keit: „Er stützt die Mäch­ti­gen vom Thron und erhöht die Nied­ri­gen.“ Wie kön­nen Chris­ten und Reli­gi­ons­lo­se zu Bünd­nis­part­nern wer­den in einer gna­den­lo­sen Welt, die vom Kapi­ta­lis­mus beherrscht wird? Was hat Marx Chris­tin­nen und Chris­ten heu­te zu sagen?

Franz Seg­bers ist außer­plan­mä­ßi­ger Pro­fes­sor für Sozi­al­ethik an der Uni­ver­si­tät Mar­burg und enga­giert sich auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne in der Reli­gi­ons­po­li­tik der LINKEN.

Wie bei allen Ver­an­stal­tun­gen des AK lin­ker Chris­tin­nen und Chris­ten gilt die­se Ein­la­dung aus­drück­lich auch Per­so­nen, die kei­ne Mit­glie­der der Par­tei DIE LINKE oder einer kirch­li­chen Orga­ni­sa­ti­on sind, son­dern allen, die Inter­es­se am Zusam­men­tref­fen und Dia­log die­ser bei­den Tra­di­tio­nen haben. In die­sem Sin­ne bit­ten wir auch um Wei­ter­ga­be die­ser Ein­la­dung.

Wir grü­ßen geschwis­ter­lich und soli­da­risch,
Theo­dor Sper­lea und Rose­ma­rie Barth

AK Lin­ke CuC — Arbeits­kreis Lin­ke Chris­tin­nen und Chris­ten Mar­burg

(Foto: Büs­te von Karl Marx 1818–1883, Ber­lin-Mit­te; Ben Kaden / pixabay.de)

Valid XHTML 1.0 Transitional

72 Abfragen in 2,894 s
universitaetskirche.de
läuft mit WordPress