Kapelle St. Jost

Kapelle St. Jost

Die Kapelle St. Jost jen­seits der Lahn am heute nicht mehr exis­tie­ren­den Sie­chen­haus war im Spät­mit­tel­al­ter ein Zufluchts­ort für Pil­ger und Pfle­ge­be­dürf­tige, die hier am Rand der Stadt ihr Dasein fris­te­ten. Heute ver­sam­melt sich hier eine Gemeinde aus Wei­den­hau­sen und vom Orten­berg, die regel­mä­ßig ihre Wochen­schluss­an­dacht am Sams­tag um 17.00 Uhr fei­ert. Das „Kap­pel­chen“ ist auch ein bekann­ter und bevor­zug­ter Ort für Tau­fen und Trau­un­gen in Marburg.

Hier wird die Glo­cke noch mit der Hand geläu­tet – nicht nur zu einem Got­tes­dienst, son­dern auch an jedem Abend in der Woche.

Aus der Unter­su­chung des Dach­ge­stühls der Kir­che ergibt sich, dass im goti­schen Chor­raum Bal­ken aus dem Jahr 1310 und im spä­te­ren Erwei­te­rungs­bau Bal­ken von 1382 und 1383 ver­wen­det wur­den. Die Bau­naht zwi­schen der ursprüng­li­chen Kapelle und ihrer Erwei­te­rung ist an den bei­den Sei­ten­wän­den noch deut­lich erkennbar.

Die Empore stammt aus dem Jahr 1606.

Im Jahr 1997 erhielt die Kapelle eine neue Orgel.

Orgel von St. JostOrgelmanual

Die Orgel ist nach his­to­ri­schen Vor­bil­dern von der frie­si­schen Orgel­bau­fir­ma­firma Mar­tin ter Hase­borg gebaut und 1997 ein­ge­weiht worden.

Sie hat fol­gende Disposition:

I. Cla­vier (C-g“‘) II. Cla­vier (C-g“‘) Pedal (C-f‘)
Rohr­floit 8-vt Gedact 8-vt Pedal­cop­pel I
Prin­ci­pal 4-vt Rohr­floit 4-vt Pedal­cop­pel II
Octav 2-vt Nasat 3-vt Manu­al­schie­be­kop­pel
Terts 3/5-vt Modi­fi­zierte mit­tel­tö­nige Temperatur

Diet­rich Han­nes Eibach

„Schwei­gen­der Dienst“ vor „Dem Hei­li­gen“ — Rudolf Otto in St. Jost
Saint Josse Europe: Mar­burg, evang. Fili­al­kir­che St. Jost

 

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