Die Psalmfenster im Philippshaus

Am 2. September 1998 übergab der Glasmaler Erhardt Jakobus Klonk [1] an die Gemeinde in der Philippshauskapelle sechs Farbfenster, auf denen Worte aus den Psalmen dargestellt sind.

Bei der festlichen Übergabe regte der Maler die Gottesdienstbesucher zur eigenen Auseinandersetzung mit den bekannten Psalmmotiven an und ermutigte zu einer eigenen Betrachtungsweise:

Sie, die Zuschauer, müssen zu Hinschauern werden, den Farben in sich selbst Raum geben und die Linien befragen. Und dann nicht selbst Antwort geben, sondern warten, warten bis Antwort kommt.

Wer an einem sonnigen Spätnachmittag oder einem frühen Abend am Philippshaus vorbeikommt, mag einmal in die Kapelle gehen und sich auf die Formen, Farben und Linien dieser Glasfenster einlassen. Hier lässt sich warten lernen auf das, was uns die alten Psalmworte durch neue Einsichten hindurch sagen wollen [2].

Psalm 90: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen“Psalm 30: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“Psalm 23: „Du deckst mir den Tisch im Angesicht meiner Feinde“Psalm 147: „Der Herr ist groß und von großer Kraft, und unbegreiflich ist, wie er regiert“Psalm 36: „Bei dir ist die Quelle des Lebens“Psalm 73: „Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte“

Dietrich Hannes Eibach

Anmerkungen

  1. Seite von Erhardt Jakobus Klonk beim „Marburger Forum“
  2. Fotos der Farbfenster mit Meditationstexten von Dekan Dietrich Müller und Pfarrer Joachim Teetz können im Philippshaus erworben werden.

 

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