Aktuell: Veranstaltungen

Nacht der Kunst 2018 in der Universitätskirche

Ein Film von Benjamin Zuber. 22. Juni 2018. 22 Uhr. Universitätskirche Marburg. Gefördert vom EKD-Institut für Kirchenbau und Kirchliche Kunst der Gegenwart

Nacht der Kunst mit Ben­ja­min Zuber
am Frei­tag, 22. Juni 2018
ab 18.00 Uhr
Uni­ver­si­täts­kir­che

Fil­me von Ben­ja­min Zuber
+Imbiss

Und um 22 Uhr der Höhe­punkt…

Das Insti­tut für Kir­chen­bau und Kunst zeigt einen für die Uni­ver­si­täts­kir­che Mar­burg geschaf­fe­nen Film.

Wochen­lang hat sich Zuber mit dem Kir­chen­raum beschäf­tigt, sich gan­ze Näch­te dort ein­ge­schlos­sen, um Requi­si­ten und Cho­reo­gra­fie, Beleuch­tung zu erpro­ben, und um unge­stört zu dre­hen. Danach folg­ten Schnitt­ar­bei­ten und Akus­tik in sei­nem Stu­dio in Ber­lin. Das auf­wen­di­ge Pro­jekt ist nun abge­schlos­sen und wird am Frei­tag­abend in der Uni­ver­si­täts­kir­che öffent­lich zu sehen sein.

Wir laden Sie ein zur Film­pre­mie­re von Ben­ja­min Zubers THERE AM I IN THE MIDST OF THEM.

Ben­ja­min Zuber, gebo­ren 1982 in Bam­berg, stu­dier­te an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Nürn­berg, der HFG Karls­ru­he und der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Wien. Er lebt und arbei­tet in Ber­lin. In sei­nen mul­ti­me­dia­len Instal­la­tio­nen ver­ei­nigt er Video, Objekt, Per­for­mance, Male­rei, Zeich­nung und Foto­gra­fie.

Runder Tisch der Religionen: Umgang mit Emotionen

Shambha­la Zen­trum Mar­burg (Foto: Chris­ti­ne Heigl)

Was sagt mei­ne Reli­gi­on zum Umgang mit Emo­tio­nen? Der Gesprächs­abend beginnt mit einem Impuls­re­fe­rat der Bud­dhis­ten und wird mit Gesprä­chen und Dis­kus­sio­nen fort­ge­setzt.

Anschlie­ßend wird zu gemüt­li­chem Bei­sam­men­sein ein­ge­la­den — bei Geträn­ken und klei­nen Häpp­chen im Frei­en bei schö­nem Wet­ter.

19. Juni 201819.00 UhrShambha­la Zen­trum Mar­burg

Rosenmuseum Bad Nauheim. Busreise für Alle im Juni 2018

Am Don­ners­tag, dem 21. Juni 2018, bie­ten wir eine Bus­fahrt ins Rosen­mu­se­um nach Bad Nau­heim-Stein­furth an. Dort genie­ßen wir eine Füh­rung und anschlie­ßend ein Stück Rosen­tor­te oder Ande­res im Café des Muse­ums.

Abfahrt:

  • 13.00 Uhr Gemein­de­haus Ost, Bus­hal­te­stel­le „Alter Kirch­hai­ner Weg“, gegen­über vom Gemein­de­haus Ost
  • 13.05 Uhr Erlen­ring, Men­sa­sei­te
  • 13.30 Bus­hal­te­stel­le Rade­stra­ße, Schwa­n­al­lee, Rich­tung Innen­stadt

Rück­kehr wird zwi­schen 18.30 Uhr und 19.00 Uhr sein. Die Rei­se­kos­ten, incl. Ein­tritt, Füh­rung, Kaf­fee­trin­ken und Bus­fahrt belau­fen sich auf 25,- € pro Per­son. Alle sind herz­lich ein­ge­la­den, mit uns zu ver­rei­sen und einen schö­nen Nach­mit­tag zu ver­le­ben.

Anmel­dun­gen bei:

  • Han­ne­lo­re Scha­de (06421) 22345
  • oder Pfar­re­rin Kat­ja Simon (06421) 23745

(Foto: Kat­ja Simon)

Regelmäßige Veranstaltungen im Juni 2018

Phil­ipps­haus
Uni­ver­si­täts­stra­ße 30/32
Phil­ipps­haus

Di 17.30–19.00 Kon­fir­man­den
(außer in der Feri­en­zeit)
Mi 15.00–17.00 Krab­bel­grup­pe
für Kin­der bis 3 Jah­re
(außer in der Feri­en­zeit)
Kin­der­kir­che gibt es im Juni nicht; dafür am 17.06.:
So 11.00 Fami­li­en­got­tes­dienst in der Uni­ver­si­täts­kir­che

Gemein­de­haus Ost
Georg-Voigt-Stra­ße 89
Alter Kirch­hai­ner Weg | Zahl­bach

Do 15.00 Offe­ner Gemein­de­nach­mit­tag:
07.06. Erd­beer­tor­ten und mehr!
21.06. Fahrt ins Rosen­mu­se­um nach Bad Nau­heim-Stein­furth

Uni­ver­si­täts­kir­che
Gar­ten des Geden­kens | Rudolphs­platz

So 11.00 Got­tes­dienst
Mi 13.00–16.00 „Fair­tei­len”
Lebens­mit­tel tei­len!
Do 18.45 Orgel­ves­per
i.d.R. mit Kan­tor Gerold Vor­rath
19.00 Evan­ge­li­sche Mes­se
Got­tes­dienst mit Abend­mahl
20.00–21.15 Scho­la-Pro­be
auf der Orgel­em­po­re

Kapel­le St. Jost
Kurt-Schu­ma­cher-Brü­cke

St. Jost

Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht
(am 02.06. mit Abend­mahl)

Alten­hil­fe­zen­trum St. Jakob
Auf der Wei­de 6
Auf der Weide/AquaMar

Fr 10.30 Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst
Eversmiling Liberty. Ein Jazz-Oratorium mit dem Chor Joy of Life

KONZERT
„Evers­mi­ling Liber­ty“ – Jazz Ora­to­ri­um
Musik: Jens Johan­sen und Erling Kull­berg
nach der Text­vor­la­ge von G.F. Hän­dels „Judas Mac­ca­ba­eus“
Sams­tag, 16. Juni 2018 | 19.30 Uhr
Uni­ver­si­täts­kir­che Mar­burg

Chor und Jazz­en­sem­ble „Joy of Life“ der Kur­hes­si­schen Kan­to­rei Mar­burg

Solis­ten: Feli­cia Fried­rich, Micha­el Peu­cker
Trom­pe­te: Mat­thi­as Sie­gel, Jan Huber
Saxo­phon: Ste­fan Koch
Pia­no: Chris­ti­an Keul
Schlag­zeug: Sven Deman­dt
Bass: Frank Höf­li­ger
Lei­tung: Jean Kleeb

1990 kom­po­nier­ten die bei­den däni­schen Kom­po­nis­ten Erling Kull­berg und Jens Johan­sen gemein­sam Evers­mi­ling Liber­ty, ein Jazz­ora­to­ri­um. Text­vor­la­ge ist der Text vom Ora­to­ri­um Judas Mak­ka­bä­us von Georg Fried­rich Hän­del.

Sie ver­bin­den in ihrem Werk baro­cke Kom­po­si­ti­ons­tech­ni­ken mit moder­nen Rhyth­men und Har­mo­ni­en. The­men rund um Fremd­herr­schaft, Unter­drü­ckung und dem Stre­ben nach Frei­heit wer­den mit Rock-, Jazz- und Popele­men­ten aus­ge­stal­tet.

Zur Beset­zung gehö­ren ein gemisch­ter Chor, zwei Solis­ten (der Tenor Judas und eine Mez­zo­so­pra­nis­tin) sowie eine Jazz-Com­bo.

Unter dem Ein­druck des Mau­er­falls kom­po­nier­te das Duo Erling Kull­berg und Jens Johann­sen ein 22-tei­li­ges Jazz-Rock-Ora­to­ri­um, das durch sei­ne zeit­ge­nös­si­sche, rhyth­misch ori­en­tier­te Ton­spra­che inzwi­schen so viel Zuspruch gefun­den hat, dass es in ganz Deutsch­land auf den Pro­gram­men ambi­tio­nier­ter Chö­re steht.

Die bei­den in Euro­pa in der Jazz­chor-Musik­sze­ne bekann­ten däni­schen Kom­po­nis­ten grif­fen sinn­fäl­lig den Judas-Mak­ka­bä­us-Stoff auf und kom­po­nier­ten in den „Fuß­stap­fen” des gro­ßen Vor­bilds Hän­del mit moder­nen Mit­teln, aber auch im Rück­griff auf baro­cke Tech­ni­ken, ihr ein­drucks­vol­les gemein­sa­mes, abend­fül­len­des Werk.

Ihr Ora­to­ri­um ist nicht so sehr die Geschich­te eines ein­sa­men Hel­den, son­dern es erzählt vom Kampf eines Vol­kes um Frei­heit. Ihre Kraft ruht in ihrem Glau­ben — ihrem Glau­ben an Gott und ihrem Glau­ben an sich sel­ber. Dar­um hat der Chor die tra­gen­de Rol­le in „Evers­mi­ling Liber­ty”.

Urauf­ge­führt wur­de das Werk unter ande­rem bei den „Fest­li­chen Tagen“ in Leip­zig nach der Wen­de, unter der Lei­tung von Jens Johann­sen.

Kar­ten: 12,- €, ermä­ßigt 10,- € (für Schü­le­rIn­nen, Aus­zu­bil­den­de, Stu­die­ren­de
und Stadt­pass-Inha­be­rIn­nen; Kin­der bis 6 Jah­re kos­ten­los)
im Vor­ver­kauf: Mar­burg Stadt und Land Tou­ris­mus GmbH Erwin-Pis­ca­tor-Haus
Bie­gen­stra­ße 15, 35037 Mar­burg | (06421) 9912–0
und an der Abend­kas­se ab  18.30 Uhr

Das Ezechielbuch als Trauma-Literatur. Ein Gesprächsabend mit Ruth Poser

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de, Genos­sin­nen und Genos­sen, lie­be Geschwis­ter,

hier­mit laden wir zu unse­rer nächs­ten öffent­li­chen und offe­nen Ver­samm­lung ein, wobei Letz­te­res bedeu­tet, dass uns alle, die sich für unse­re The­men inter­es­sie­ren, will­kom­men sind, unab­hän­gig davon, ob er oder sie einer christ­li­chen Kir­che oder der Par­tei der Lin­ken ange­hört.

Am 12. Juni 2018 geht es ab 19.00 Uhr in Käte-Din­ne­bier-Saal (DGB, Bahn­hof­stra­ße 6) um ein eher wenig gele­se­nes Buch aus dem Alten Tes­ta­ment: Das Buch Ezechiel/Hesekiel. Auch weni­ger „bibel­fes­ten“ Leser_nnen ist die dar­in ent­hal­te­ne sehr kon­kret beschrie­be­ne Auf­er­we­ckungs­vi­si­on des Pro­phe­ten (Ez 37) viel­leicht bekannt.

Die Mar­bur­ger Theo­lo­gin Ruth Poser hat das Buch als Trauma­li­te­ra­tur gele­sen und zum The­ma ihrer Dok­tor­ar­beit gemacht. Sie ver­steht das Eze­chiel­buch als Aus­ein­an­der­set­zung mit den Schre­cken der Kriegs- und Exils­ka­ta­stro­phe von 587 v.u.Z. und ist über­zeugt, dass sei­ne Lek­tü­re einen (geschütz­ten) Raum eröff­net, in dem erlit­te­ne und aus­ge­üb­te (Kriegs-)Gewalt und deren trau­ma­ti­sie­ren­de Fol­gen zur Spra­che kom­men und bear­bei­tet wer­den kön­nen. Ein drän­gen­des The­ma: immer noch und immer wie­der z.B. für die „Enkel­ge­ne­ra­ti­on“ des II. Welt­krie­ges. Wenn­gleich in unter­schied­li­cher Wei­se lei­den immer noch zahl­rei­che Men­schen an bei­dem. Die Erfah­run­gen in deut­schen Fami­li­en und im indi­vi­du­el­len Leben las­sen uns begrei­fen, wel­che schier uner­träg­li­chen see­li­schen (und kör­per­li­chen) Lei­den in Syri­en, in Isra­el und Paläs­ti­na und auf zahl­rei­chen Kriegs­schau­plät­zen gegen­wär­tig ange­rich­tet wer­den.

Doch das Buch Eze­chiel erklärt, dass die Dro­hung mit den „sau­ren Trau­ben“ den Nach­kom­men nicht mehr „stump­fe Zäh­ne“ ver­ur­sa­chen soll. Alle sol­len – und kön­nen – sich mit der eige­nen Schuld aus­ein­an­der­set­zen (Ez 18). Wür­den die Men­schen der auf die Schoa fol­gen­den Gene­ra­tio­nen sich als Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaft statt als Täter­kol­lek­tiv begrei­fen und jeder Art von psy­chi­scher und poli­ti­scher Sip­pen­haft ent­sa­gen, für die Erlit­te­nes (auch unbe­wusst) als Begrün­dung dient – könn­te dies ein Aus­stieg aus dem Kreis­lauf der Gewalt sein, aus dem immer wie­der Rache­phan­ta­si­en und neue Krie­ge ent­ste­hen?

Dass man den Text des Eze­chiel­bu­ches so lesen und nut­zen kann und darf, näm­lich die dar­in von Gott gemach­te Zusa­ge auf psy­chi­sches Hei­lerwer­den ernst- und anzu­neh­men, scheint ange­sichts ent­setz­li­cher (und oft reli­gi­ös über­höh­ter) Gewalt in den gegen­wär­ti­gen Krie­gen über­ra­schend bis unge­recht. Dar­über wol­len wir mit Ruth Poser debat­tie­ren.

Mit soli­da­ri­schen Grü­ßen,
Theo Sper­lea, Eva Gott­schaldt und Rose­ma­rie Barth

Offener Nachmittag der Universitätskirche

Wir laden alle Inter­es­sier­ten ein zu unse­rem „Offe­nen Nach­mit­tag”, der — wie der Name schon sagt — offen für alle Besu­cher ist, egal in wel­cher Gemein­de sie leben oder wel­cher Reli­gi­on sie ange­hö­ren. Wir tref­fen uns an jedem 1. und 3. Don­ners­tag noch im Gemein­de­haus Ost in der Georg-Voigt-Stra­ße 89.

Am 7. Juni 2018, 15.00 Uhr tref­fen wir uns zum Erd­beer­ku­chen-Essen mit amü­san­ten Geschich­ten und am 21. Juni fah­ren wir ins Rosen­mu­se­um nach Bad Nau­heim-Stein­furth.

(Foto: Kat­ja Simon)

Lectio Philippina 2018 mit Prof. Harald Lesch

Hessische Stipendiatenanstalt Collegium Philippinum. Lectio Philippinum 2018. Harald Lesch. Institut für Astronomie und Astrophysik. LMU München. „Nachrichten vom Rande des Universums“. Mit Improvisationen auf der Orgel von Rüdiger Glufke. Universitätskirche Marburg, Reitgasse 1. Dienstag, 5, Juni 2018, 19:00 Uhr. Im Anschluss an den Vortrag Imbiss im Kreuzgang.

Lec­tio Phil­ip­pi­na 2018 — „Nach­rich­ten vom Ran­de des Uni­ver­sums“

Einladung zum Kreiskindertag am 26. Mai 2018

Lie­be Kin­der,
lie­be Eltern,

herz­lich lade ich ein zum Kreis­kin­der­tag mit Nadi­ne Wen­del und Tobi­as Wulff von der Ev. Jugend Mar­burg, dem Jugend­an­ge­bot unse­rer Kir­chen­ge­mein­den. Der Kir­chen­kreis-Kin­der­tag ist ein Akti­ons­tag mir Thea­ter, Spie­len, Bas­teln, Sin­gen und ande­ren bun­ten Aktio­nen. Anbei die Anmel­dung.

  • Ter­min: 26. Mai 2018 von 11 bis 17 Uhr
  • Abfahrt: 10.30 Uhr Phil­ipps­haus, Uni­ver­si­täts­str. 32
  • Alter: 6–13 Jah­re
  • Ort: Wolfs­hau­sen Kreis­ju­gend­stät­te, Im Wolfs­bach 28,
  • Lei­tung + Team: Nadi­ne Wen­del und Tobi­as Wulff (Jugend­re­fe­ren­ten des Kir­chen­krei­ses)
  • Preis + Leis­tung: 7 € (Snacks, Geträn­ke und Mate­ri­al)
  • Anmel­dung: über die Pfar­re­rin, katja.simon@ekkw.de

Vie­le Grü­ße
Kat­ja Simon

(Foto: ejmr.de)

Gesicht zeigen — Mit Kippa, Kopftuch …

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be Freun­de,

aus aktu­el­lem Anlass möch­ten wir auch in Mar­burg zu einer Ver­an­stal­tung auf­ru­fen, die sich gegen Anti­se­mi­tis­mus und für das Recht auf offe­nes Zei­gen sei­ner reli­giö­sen Iden­ti­tät aus­spricht.

Dies allein durch das öffent­li­che Tra­gen der Kip­pa gemein­sam mit allen, die sich dar­in soli­da­risch zei­gen möch­ten, zu ver­deut­li­chen war uns, beson­ders ange­sichts des engen Aus­tauschs zwi­schen allen Reli­gio­nen in unse­rer Stadt, aber nicht genug. Dar­aus ist die Idee ent­stan­den, dass die Jüdi­sche und die Isla­mi­sche Gemein­de gemein­sam eine Ver­an­stal­tung initi­ie­ren, in der sich Mus­li­me mit Juden eben­so soli­da­ri­sie­ren, wie umge­kehrt, denn Anfein­dun­gen wegen des Tra­gens reli­giö­ser Kenn­zei­chen ist bei­den wohl­be­kannt.

Aus­schlag­ge­bend war für uns die Empö­rung, dass Men­schen in unse­rem Lan­de ange­grif­fen wer­den, weil sie auf­grund von Kip­pa oder Kopf­tuch, inzwi­schen auch schon durch das Tra­gen eines Kreu­zes, einer Reli­gi­on zuge­ord­net wer­den, dies wol­len wir nicht hin­neh­men und dabei ist es uns zunächst ein­mal völ­lig gleich­gül­tig, wen es trifft. In unse­rem Land hat jeder das Recht sei­ne Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit öffent­lich zu zei­gen, ohne dass er um Leib und Leben fürch­ten muss. Dies ist zuerst eine Bot­schaft der Mensch­lich­keit jen­seits aller tie­fe­ren reli­gi­ons­po­li­ti­schen Betrach­tun­gen.

Wenn die Ange­hö­ri­gen der Reli­gio­nen in unse­rem Land in gegen­sei­ti­ger Ach­tung mit­ein­an­der leben kön­nen und in der gemein­sa­men Ehr­furcht gegen­über Gott auch im poli­ti­schen Han­deln ver­su­chen, gemein­sa­me Wege zu gehen, dann hat unse­re Gesell­schaft gewon­nen.

Des­halb möch­ten wir herz­lich ein­la­den:

Gesicht zei­gen

Mit Kip­pa, Kopf­tuch …

Seit der Atta­cke gegen einen Kippa­trä­ger in Ber­lin fin­den deutsch­land­weit als Reak­ti­on auf Gewalt und Juden­hass in vie­len Städ­ten sog. Kip­pa-Tage statt. Als jüdi­sche Gemein­schaft freu­en wir uns über die­se Zei­chen der Soli­da­ri­tät in unse­rem Land.

Da sich der­ar­ti­ge Gescheh­nis­se aber nicht nur auf Juden bezie­hen, son­dern auch ande­re reli­giö­se Grup­pen davon nicht aus­ge­nom­men sind, möch­ten wir in Mar­burg einen Schritt wei­ter gehen. Wir set­zen uns für eine Gesell­schaft ein, in der es nicht als anstö­ßig gilt, offen sei­ne reli­giö­se Iden­ti­tät zu zei­gen.

Initi­iert von der Jüdi­schen Gemein­de Mar­burg und der Isla­mi­schen Gemein­de Mar­burg und unter der Schirm­herr­schaft unse­res Ober­bür­ger­meis­ters Dr. Tho­mas Spies laden wir gemein­sam zu einer Kund­ge­bung für reli­giö­se Viel­falt und Tole­ranz unter dem Mot­to „Gesicht zei­gen — Mit Kip­pa, Kopf­tuch, ” ein.
Wir freu­en uns auf das Gruß­wort der Mar­bur­ger Kir­chen.

Beginn ist am 15. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Gar­ten des Geden­kens, Uni­ver­si­täts­stra­ße, von dort geht es zum Mar­bur­ger Markt­platz, wo um 19.00 Uhr eine Kund­ge­bung statt­fin­det, zum Aus­klang geht es wei­ter zur neu­en Moschee, Bei St. Jost 17.

Anti­se­mi­tis­mus darf in unse­rem Land kei­nen Platz mehr haben, aber er ist nur eine Sei­te der Medail­le, die­je­ni­gen, die heu­te öffent­lich gegen Juden sind, dis­kri­mi­nie­ren auch mus­li­mi­sche Mit­bür­ger, ver­brei­ten Hass gegen­über Anders­gläu­bi­gen und Frem­den und stel­len sich gegen Viel­falt und Tole­ranz.

Dar­um gemein­sam: Wir wol­len offen zei­gen, dass in unse­rer Stadt kei­ne Art von Feind­lich­keit, Gewalt, Hass und Dis­kri­mi­nie­rung Platz haben, unab­hän­gig gegen wen sie sich rich­tet. Wir möch­ten alle ermu­ti­gen, selbst­be­wusst öffent­lich zu ihren Über­zeu­gun­gen zu ste­hen. Mit die­ser Kund­ge­bung set­zen wir zusam­men, als Jüdi­sche Gemein­de und Isla­mi­sche Gemein­de mit allen ande­ren Reli­gio­nen, ein Zei­chen für reli­giö­se Viel­falt inner­halb unse­rer frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Ord­nung.

Wir ste­hen gemein­sam für eine Welt der Viel­falt, der Tole­ranz und des gegen­sei­ti­gen Respekts ein, in der Aus­gren­zung, Feind­lich­keit und Into­le­ranz kei­nen Platz haben. Für eine star­ke viel­fäl­ti­ge Gemein­schaft in der wir uns gegen­sei­tig ken­nen­ler­nen und Unter­schie­de als berei­chernd begrei­fen.

Wer im Rah­men der Ver­an­stal­tung ein Gruß­wort spre­chen möch­te, möch­te uns das bit­te vor­her kurz mit­tei­len.

Auf Ihre zahl­rei­che Teil­nah­me freu­en wir uns und bit­ten Sie, die­se Ein­la­dung ger­ne wei­ter­zu­lei­ten.

Herz­li­che Grü­ße

Moni­ka Bunk
2. Vor­sit­zen­de
für den Vor­be­rei­tungs­kreis der Ver­an­stal­tung

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