Sams­tag, 10. Dezem­ber 2016


Hoffnung auf Genuss

Die Hoff­nung auf Genuss ist fast so süß, als schon erfüll­te Hoffnung.

Wil­liam Shake­speare 1564–1616, eng­li­scher Dich­ter und Dramatiker


Genießen

Genie­ßen! Das ist der Preis des Lebens! Ja, wahr­lich. Wenn wir sei­ner nie­mals froh wer­den, kön­nen wir nicht mit Recht den Schöp­fer fra­gen: War­um gabst Du es mir? Lebens­ge­nuss sei­nen Geschöp­fen zu geben, das ist die Ver­pflich­tung des Him­mels; die Ver­pflich­tung des Men­schen ist es, ihn zu verdienen.

Hein­rich von Kleist 1777–1811, deut­scher Dra­ma­ti­ker und Novellist


Sich aufzugeben ist Genuss

Im Gren­zen­lo­sen sich zu finden,
Wird gern der Ein­zel­ne verschwinden,
Da löst sich aller Überdruss;
Statt hei­ßem Wün­schen, wil­dem Wollen,
Statt läst’gem For­dern, stren­gem Sollen,
Sich auf­zu­ge­ben ist Genuss.

Johann Wolf­gang von Goe­the 1749–1832, deut­scher Dichter