Aktuell: Mitteilungen

Die Schola der Universitätskirche

Wir suchen Mit­sän­ger für die Scho­la!

Wer sich für Gre­go­ria­nik inter­es­siert und lit­ur­gi­schen Gesang prak­tisch üben möch­te, ist herz­lich ein­ge­la­den. Vor­kennt­nis­se wer­den nicht erwar­tet. Wir berei­ten uns die kir­chen­jah­res­zeit­li­chen Got­tes­diens­te vor. Zur Eröff­nung einer Iko­nen­aus­stel­lung am 6. März 2019 stu­die­ren wir ukrai­nisch-ortho­do­xe Gesän­ge.

Wir pro­ben don­ners­tags von 20.00 bis 21.15 Uhr in der Uni­ver­si­täts­kir­che im Anschluss an die Evan­ge­li­sche Werk­tags­mes­se.

Die nächs­ten Ter­mi­ne der Scho­la:

17.01. 19.00 Uhr Ev. Mes­se (Werk­tags­mes­se am Don­ners­tag mit vor­an­ge­hen­der
Orgel­ves­per um 18.45 Uhr)
27.01. 15.00 Uhr Abend­mahls­got­tes­dienst in der Mar­tins­kir­che Kas­sel
zur Ver­ab­schie­dung von Dekan Ren­ner
02.02. 18.00 Uhr Licht­mess in der Eli­sa­beth­kir­che
06.03. 17.30 Uhr Gesän­ge der Ortho­do­xen Kir­che zur Eröff­nung der Iko­nen­aus­stel­lung in der Luthe­ri­schen Pfarr­kir­che St. Mari­en
07.03. 19.00 Uhr Ev. Mes­se zum Beginn der Fas­ten­zeit

Wei­te­re Aus­künf­te geben ger­ne:

(Foto: Bild­ar­chiv Foto Mar­burg)

Die Stalingrad-Madonna und die Sehnsucht nach Frieden

Kurt Reu­ber, der sie gemalt hat, ist vor 75 Jah­ren in sowje­ti­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft gestor­ben. Wir wol­len an Kurt Reu­ber im Sonn­tags-Got­tes­dienst am 31. März 2019 den­ken und dabei auch für den Frie­den in der Welt beten. Die Scho­la der Uni­ver­si­täts­kir­che singt Gesän­ge aus der ortho­do­xen Lit­ur­gie.

Kurt Reu­ber (1906-1944) hat wie sein Vor­bild Albert Schweit­zer als Theo­lo­ge auch noch Medi­zin stu­diert, um den Men­schen als Seel­sor­ger und Arzt bei­ste­hen zu kön­nen. Anfang der 1930er Jah­re hat­te sich Reu­ber zudem der Wil­lings­häu­ser Maler­ko­lo­nie ange­schlos­sen. Den Natio­nal­so­zia­lis­mus lehn­te er ent­schie­den ab. Am Zwei­ten Welt­krieg muss­te er als Trup­pen­arzt teil­neh­men. So gelang­te er 1941/42 durch die Ukrai­ne bis nach Sta­lin­grad. Als „Seu­chen­arzt” such­te er den Kon­takt zur Bevöl­ke­rung, um medi­zi­nisch hel­fen zu kön­nen — und um sie zu por­trä­tie­ren. Von sei­nen in der Ukrai­ne und in Russ­land gemal­ten Bil­dern sind rund 150 erhal­ten. Sei­ne Kame­ra­den, die das Weih­nachts­fest 1942 ein­ge­schlos­sen im „Kes­sel von Sta­lin­grad” in Todes­angst ver­brin­gen muss­ten, trös­te­te Reu­ber mit sei­nem Bild der Madon­na, — eine Zeich­nung, die spä­ter als „Iko­ne der Mensch­lich­keit“ welt­be­rühmt wur­de und zum Frie­den, zu Ver­söh­nung und Mit­mensch­lich­keit mahnt.

Kaum einer weiß, dass Kurt Reu­ber wesent­lich geprägt war durch sei­ne Zeit in Mar­burg, wo er von 1931 bis 1933 als Vikar von Pfar­rer Karl Bern­hard Rit­ter an der Uni­ver­si­täts­kir­che arbei­te­te. Mit Rit­ter und der Evan­ge­li­schen Micha­els­bru­der­schaft war Reu­ber bis zum Ende sei­nes Lebens eng ver­bun­den. Er ver­such­te in einer Welt der Gewalt und des Unrechts Mit­mensch­lich­keit zu leben. Dar­um sei an ihn erin­nert mit dem Wort der Jah­res­lo­sung 2019: „Suche Frie­den und jage ihm nach.” (Psalm 34,15)

Lite­ra­tur:

(Fotos: Sta­lin­grad-Madon­na im Bun­ker, Kru­se 2012, S. 88, und Reu­ber zeich­nend, Kru­se 2012, S. 83)

Stellenwechsel zur Konfirmandenarbeit

Lie­be Gemein­de,

ich wer­de zum 1. Febru­ar zum Reli­gi­ons­päd­ago­gi­schen Insti­tut der EKKW und EKHN (RPI) mit Dienst­sitz in Mar­burg wech­seln. Das Neue kommt plötz­lich und das bedaue­re ich sehr. Aber das Ver­fah­ren der Beset­zung war so ter­mi­niert. Ich tre­te eine inter­es­san­te Lan­des­kirch­li­che Pfarr­stel­le als Stu­di­en­lei­te­rin für Kon­fir­man­den­ar­beit an. In mei­nem neu­en Arbeits­be­reich wer­de ich Fort­bil­dun­gen pla­nen und durch­füh­ren, die Aus­bil­dung von Vika­ren und Vika­rin­nen mit­be­glei­ten, Gemein­den bera­ten und vie­les mehr.

Ganz ver­las­se ich die Gemein­de aller­dings nicht. Ich möch­te im Rah­men mei­nes Pre­digt­auf­tra­ges wei­ter­hin die Kon­fir­man­den­ar­beit der Gemein­de beglei­ten. Mein Ehe­mann, Pfar­rer Joa­chim Simon wird ab Febru­ar die gan­ze Pfarr­stel­le über­neh­men. Er ist mit dem Kol­le­gen Pfar­rer Huber Ihr Gemein­de­pfar­rer und bleibt das auch ger­ne! Ich war seit 2013 in Stel­len­tei­lung ger­ne in der Gemein­de der Uni­ver­si­täts­kir­che als Pfar­re­rin tätig, habe in einem tol­len Kol­le­gi­um gear­bei­tet und eini­ge Pro­jek­te mit initi­iert. Nun heißt es, wei­ter­zu­zie­hen und die groß­ar­ti­gen Erfah­run­gen, die ich in der Kon­fir­man­den­ar­beit im Gesamt­ver­band und im Kir­chen­kreis mit tol­len Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen machen durf­te an ande­re wei­ter­zu­ge­ben. Ich sage Dan­ke! Am Sonn­tag, dem 20. Janu­ar 2019, wer­de ich um 11.00 Uhr von Dekan zur Nie­den ver­ab­schie­det.

Kat­ja Simon

(Foto: pri­vat)

Die Weihnachtskrippe der Universitätskirche

Ab dem 1. Advent ist wie­der die Krip­pen­land­schaft auf­ge­baut. Bis zum Drei­kö­nigs­fest bewe­gen sich ihre Figu­ren „fort­lau­fend” — auf dem Weg zur Krip­pe. Schau­en Sie doch öfter mal her­ein!

(Foto: Archiv Wan­der­krip­pe)

Nachruf auf Klaus Koch

Am 23. Okto­ber 2018 ver­starb Pfar­rer Klaus Koch im Alter von 84 Jah­ren nach län­ge­rer Krank­heit. Er blick­te auf ein erfüll­tes und geseg­ne­tes Leben zurück. Mehr als 30 Jah­re arbei­te­te er als Pfar­rer in Brei­den­stein sowie als Dekan von Bie­den­kopf und Kon­vents­äl­tes­ter der Evan­ge­li­schen Micha­els­bru­der­schaft in Hes­sen. Weil ihm der Got­tes­dienst beson­ders am Her­zen lag, hat er in der Zeit sei­nes Ruhe­stands bis zu sei­nem gol­de­nen Ordi­na­ti­ons­ju­bi­lä­um im Jah­re 2012 vie­le Evan­ge­li­sche Mes­sen mit der Uni­ver­si­täts­kir­chen­ge­mein­de gefei­ert. Klaus Koch war ein geist­rei­cher Pre­di­ger und auf­merk­sa­mer Zuhö­rer. Sein freund­li­ches und humor­vol­les Wesen wird uns feh­len. Wir den­ken an ihn in Dank­bar­keit.

(Foto: pri­vat)

Gemeindehaus Ost

Der Gesamt­ver­band Mar­burg hat die Lie­gen­schaft „Gemein­de­haus Ost und Pfarr­haus, Georg-Voigt Str. 89“ an einen pri­va­ten Bie­ter aus Mar­burg ver­kauft. Im 1954 erbau­ten Gemein­de­haus tra­fen sich seit dem die Mit­glie­der des Offe­nen Nach­mit­tags, Kon­fir­man­den­grup­pen, Krei­se, Chö­re, Selbst­hil­fe­grup­pen und das Les­sing­kol­leg. Es bot die Räum­lich­kei­ten für zahl­rei­che Fami­li­en­fei­ern. Und das 1955 errich­te­te Pfarr­haus wur­de von den Pfar­rern Lotz, Dick­mann, Ren­ner, Dr. Küh­ne­weg, Röhrs, Huber und deren Fami­li­en belebt. Eine lan­ge und segens­rei­che Zeit geht zu Ende. Der stark reno­vie­rungs­be­dürf­ti­ge Anbau neben der St.-Jost-Kapelle wird im nächs­ten Jahr durch einen Neu­bau ersetzt. Ein neu­es Zuhau­se für den Offe­nen Gemein­de­nach­mit­tag!

Rückblick auf den Greenpeace-Gottesdienst im Oktober 2018

Der Umwelt­got­tes­dienst mit Green­peace am 1. Sonn­tag im Okto­ber (Ern­te­dank­fest) hat­te die Mobi­li­tät der Zukunft im Blick Musi­ka­lisch wur­de er u.a. von Uwe Stein und Micha­el Bar­tels gestal­tet. Wäh­rend des Got­tes­diens­tes erhielt Tho­mas Arndt, Umwelt­be­auf­trag­ter des Kir­chen­krei­ses Mar­burg, den mit 2000 € dotier­ten Umwelt­preis der Lan­des­kir­che für sein Enga­ge­ment und den Öko­fai­ren Ein­kaufs­rat­ge­ber. Die Urkun­de über­reich­te Dr. Mat­ti Schin­de­hüt­te, stell­ver­tre­ten­der Dekan des Kir­chen­krei­ses; die Lau­da­tio hielt Pfar­rer Diet­rich Han­nes Eibach.

(Fotos: Gri­scha Arndt, Kat­ja Simon)

Thomas Arndt erhält den Umweltpreis der EKKW 2018

Der jähr­lich sei­tens der EKKW aus­ge­lob­te Umwelt­preis wird an den Land­schafts­gärt­ner Tho­mas Arndt aus Mar­burg ver­ge­ben, Mit ihrer Ent­schei­dung wür­digt die lan­des­kirch­li­che Jury das Enga­ge­ment des ehren­amt­li­chen Umwelt­be­auf­trag­ten, der den Kir­chen­kreis Mar­burg schon seit vie­len Jah­ren inner­halb der lan­des­kirch­li­chen Umwelt­ar­beit ver­tritt. Tho­mas Arndt ist durch eine Viel­zahl von Akti­vi­tä­ten im Bereich des Umwelt­schut­zes und sei­nen Facet­ten, wie dem kirch­li­chen Kli­ma- und Arten­schutz auf­ge­fal­len, durch sein Enga­ge­ment in der Gestal­tung the­men­be­zo­ge­ner Got­tes­diens­te in Zusam­men­ar­beit zwi­schen Kir­chen­ge­mein­de und Umwelt­schutz­ver­bän­den sowie durch sei­ne Öffent­lich­keits­ar­beit im Bereich des umfas­sen­den öko­fai­ren Ein­kaufs­ver­hal­tens und Han­delns, die in der Zusam­men­stel­lung und Ver­öf­fent­li­chung eines mitt­ler­wei­le in mehr­fa­chen Auf­la­gen erschie­nen Öko­fai­ren Ein­kaufs­füh­rers für die Regi­on Mar­burg mün­de­te. Die Jury wür­digt in ihrer Ent­schei­dung das hohe und lang­jäh­ri­ge Enga­ge­ment von Tho­mas Arndt im Sin­ne des Natur-, Umwelt-, Arten- und Kli­ma­schut­zes, durch das er in sei­nem Umfeld deut­li­che Akzen­te gesetzt hat und viel bewir­ken konn­te. Die Preis­ver­lei­hung ist für den Okto­ber 2018 vor­ge­se­hen.

Uwe Hes­se, Umwelt­be­auf­trag­ter der EKKW

Die Ver­lei­hung des Prei­se wird am 7. Okto­ber 2018 im Rah­men des Ern­te­dank- und Umwelt­got­tes­diens­tes „Vor­fahrt für die Schöp­fung – Mobi­li­tät fai­rän­dern“ in der Uni­ver­si­täts­kir­che um 11.55 Uhr statt­fin­den. (Foto: pri­vat)

Glockenläuten am Weltfriedenstag

„Frie­de sei ihr erst Geläu­te! — rin­ging the bells“ ist eine Initia­ti­ve zu einem euro­pa­wei­ten Glo­cken­läu­ten am Welt­frie­dens­tag, dem 21. Sep­tem­ber 2018 über­schrie­ben.

Am 6. Dezem­ber 2017 wur­de die­se Idee auf dem Tref­fen der natio­na­len Koor­di­na­to­ren für das Euro­päi­sche Kul­tur­er­be­jahr sowie der Sta­ke­hol­der vor­ge­stellt und begeis­tert auf­ge­nom­men. Glo­cken sind Zeug­nis­se einer uralten Kul­tur­tra­di­ti­on. Ihr Klang ist geleb­tes Erbe. Ihr Ziel: Die Men­schen errei­chen, ver­bin­den und bewe­gen.

Klän­ge und Schwin­gun­gen errei­chen uns über die Glo­cken in Dorf und Stadt, in Kir­chen und Rat­häu­sern, Caril­lons und Gedenk­or­ten. Glo­cken waren es, die seit dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg bis zum Ers­ten Welt­krieg, der vor 100 Jah­ren sein Ende fand, immer wie­der zer­stört und zu Kano­nen ein­ge­schmol­zen wur­den. Wel­ches Kul­tur­er­be wäre bes­ser geeig­net, um 2018 in einem gro­ßen Mit­ein­an­der aller Glo­cken­ei­gen­tü­mer und -pfle­ger am von den Ver­ein­ten Natio­nen dekla­rier­ten Welt­frie­dens­tag, dem 21. Sep­tem­ber 2018 von 18.00 bis 18.15 Uhr mit­tel­eu­ro­päi­scher Som­mer­zeit alle Glo­cken als gemein­sa­mes star­kes Zei­chen des Frie­dens, der Ermun­te­rung und der Iden­ti­fi­ka­ti­on mit unse­rem rei­chen gemein­sa­men Kul­tur­er­be in und für Euro­pa läu­ten zu las­sen.

Auch die Glo­cken der evan­ge­li­schen und katho­li­schen Kir­chen in Mar­burg wer­den erklin­gen!

Shana tova — die besten Wünsche zum neuen Jahr 5779!

Hilf uns, Ewi­ger, uns zu Dir zu wen­den, und wir wer­den zurück­keh­ren,
erneue­re unser Leben und unse­re Tage wie einst.
(aus dem Gebet beim Ein­he­ben der Torah)

Ein gutes und geseg­ne­tes neu­es Jahr 5779!

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