Archiv: März 2019

Friedensgottesdienst in der Universitätskirche

Im Got­tes­dienst am Sonn­tag Lae­ta­re, 31. März 2019, um 11.00 Uhr erin­nern wir uns an den Theo­lo­gen, Arzt und Künst­ler Kurt Reu­ber, der vor 75 Jah­ren in Kriegs­ge­fan­gen­schaft starb. Berühmt wur­de er als Zeich­ner der Sta­lin­grad-Madon­na, die bis heu­te für die Sehn­sucht nach Frie­den und Mit­mensch­lich­keit steht. Wir wol­len in die­sem Abend­mahls­got­tes­dienst auch um Frie­den bit­ten, beson­ders in der Ukrai­ne und mit Russ­land. Die Pre­digt hält Dekan i.R. Jür­gen Ren­ner aus Kas­sel.

Die Stalingrad-Madonna und die Sehnsucht nach Frieden

Kurt Reu­ber, der sie gemalt hat, ist vor 75 Jah­ren in sowje­ti­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft gestor­ben. Wir wol­len an Kurt Reu­ber im Sonn­tags­got­tes­dienst am 31. März 2019 den­ken und dabei auch für den Frie­den in der Welt beten. Die Scho­la der Uni­ver­si­täts­kir­che singt Gesän­ge aus der ortho­do­xen Lit­ur­gie.

Kurt Reu­ber (1906-1944) hat wie sein Vor­bild Albert Schweit­zer als Theo­lo­ge auch noch Medi­zin stu­diert, um den Men­schen als Seel­sor­ger und Arzt bei­ste­hen zu kön­nen. Anfang der 1930er Jah­re hat­te sich Reu­ber zudem der Wil­lings­häu­ser Maler­ko­lo­nie ange­schlos­sen. Den Natio­nal­so­zia­lis­mus lehn­te er ent­schie­den ab. Am Zwei­ten Welt­krieg muss­te er als Trup­pen­arzt teil­neh­men. So gelang­te er 1941/42 durch die Ukrai­ne bis nach Sta­lin­grad. Als „Seu­chen­arzt” such­te er den Kon­takt zur Bevöl­ke­rung, um medi­zi­nisch hel­fen zu kön­nen — und um sie zu por­trä­tie­ren. Von sei­nen in der Ukrai­ne und in Russ­land gemal­ten Bil­dern sind rund 150 erhal­ten. Sei­ne Kame­ra­den, die das Weih­nachts­fest 1942 ein­ge­schlos­sen im „Kes­sel von Sta­lin­grad” in Todes­angst ver­brin­gen muss­ten, trös­te­te Reu­ber mit sei­nem Bild der Madon­na, — eine Zeich­nung, die spä­ter als „Iko­ne der Mensch­lich­keit“ welt­be­rühmt wur­de und zum Frie­den, zu Ver­söh­nung und Mit­mensch­lich­keit mahnt.

Kaum einer weiß, dass Kurt Reu­ber wesent­lich geprägt war durch sei­ne Zeit in Mar­burg, wo er von 1931 bis 1933 als Vikar von Pfar­rer Karl Bern­hard Rit­ter an der Uni­ver­si­täts­kir­che arbei­te­te. Mit Rit­ter und der Evan­ge­li­schen Micha­els­bru­der­schaft war Reu­ber bis zum Ende sei­nes Lebens eng ver­bun­den. Er ver­such­te in einer Welt der Gewalt und des Unrechts Mit­mensch­lich­keit zu leben. Dar­um sei an ihn erin­nert mit dem Wort der Jah­res­lo­sung 2019: „Suche Frie­den und jage ihm nach.” (Psalm 34,15)

Lite­ra­tur:

(Fotos: Sta­lin­grad-Madon­na im Bun­ker und Reu­ber zeich­nend, Kru­se 2012, S. 88 bzw. S. 83)

Gesprächsabend am Runden Tisch der Religionen im März 2019

Glau­be – Lie­be – Lust“
Sexua­li­tät in den Reli­gio­nen

Am Diens­tag, dem 26. März, um 19.30 Uhr im Phil­ipps­haus, Uni­ver­si­täts­stra­ße 30–32, lädt der Run­de Tisch der Reli­gio­nen zum Gesprächs­abend ein.

Der Abend wird mit kur­zen Refe­ra­ten von Ver­tre­te­rIn­nen der Reli­gio­nen eröff­net und von mög­li­chen Fra­gen und Dis­kus­sio­nen der Gäs­te fort­ge­führt. Ver­schie­de­ne Aspek­te des The­mas sol­len beleuch­tet wer­den: Das Ver­hält­nis der Reli­gio­nen zur Sexua­li­tät, die Macht der Reli­gi­on über Sexua­li­tät, die Viel­falt der sexu­el­len Bezie­hun­gen, die spi­ri­tu­el­le Sei­te der Sexua­li­tät, Lust und Lust­feind­lich­keit und die Sexua­li­tät in der Ehe.

Eine Reise nach Slowenien. Kinderkirche am 23. März

Kommt, alles ist bereit!“ — Eine „Rei­se“ nach Slo­we­ni­en wol­len wir unter­neh­men. „Dober dan“ heißt „Guten Tag“. Es gibt in Slo­we­ni­en Hir­sche und sogar Bären, aber auch Bie­nen, Lipiz­za­ner und Grot­ten­ol­me. Ein typi­scher Kuchen heißt Poti­ca. Herz­li­che Ein­la­dung von 14.00–16.00 Uhr ins Phil­ipps­haus für Kin­der ab 4 Jah­ren!

(Foto: Eine Grup­pe Mäd­chen aus Slo­we­ni­en, Copy­right WGT)

Weltgebetstag 2019 aus Slowenien

Wir sind ein­ge­la­den zum gro­ßen Fest!
Freie Plat­ze zu ver­ge­ben

Zum Welt­ge­bets­tag 2019 haben Frau­en aus Slo­we­ni­en den Text aus dem Luka­sevan­ge­li­um (14,13–24) für uns aus­ge­wählt und rufen uns in die­sem Jahr begeis­tert zu: Kommt, alles ist bereit!

Eines der jüngs­ten und kleins­ten Län­der der Euro­päi­schen Uni­on öff­net uns sei­ne Türen und heißt uns will­kom­men. Es ist noch Platz, so sagt uns das Gleich­nis vom gro­ßen Fest­mahl am dies­jäh­ri­gen Welt­ge­bets­tag, damit Men­schen aller Haut­far­ben und Spra­chen, aller Erd­tei­le und sozia­len Schich­ten gemein­sam fei­ern kön­nen. Denn das Reich Got­tes ist wie ein gro­ßes Fest­mahl, wo für jeden und jede Platz ist. Auch beim leib­li­chen Wohl lässt Slo­we­ni­en nichts zu wün­schen übrig: Es soll 1200 ver­schie­de­ne Natio­nal­ge­rich­te geben in dem Land, das schon seit jeher das Durch­zugs­ge­biet vie­ler Vol­ker war und die­se vie­len ver­schie­de­nen Ein­flüs­se und Stim­men krea­tiv zusam­men­ge­fügt hat.

Kommt, alles ist bereit“ — Unter die­sem Mot­to bit­ten wir für unse­re Kol­lek­te ganz beson­ders um Unter­stüt­zung, damit sich unse­re Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen welt­weit dafür ein­set­zen kön­nen, dass Frau­en „mit am Tisch sit­zen“.

Kom­men Sie zum Welt­ge­bets­tag, brin­gen Sie Freun­din­nen und Freun­de mit und wer­den Sie Teil der Welt­ge­bets­ket­te rund um den Glo­bus — 24 Stun­den lang!

Nach­mit­tag zum Welt­ge­bets­tag
mit Kaf­fee und Kuchen
und aus­führ­li­chen Land­in­for­ma­tio­nen zu Slo­we­ni­en
Don­ners­tag, 21. Febru­ar 2019 — 15.00 Uhr
im Phil­ipps­haus

Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst
in der Kugel­kir­che
mit dem Chor „Joy of Life“ der Kur­hes­si­schen Kan­to­rei
Frei­tag, 01. März 2019 — 18.00 Uhr
anschlie­ßend Bei­sam­men­sein
mit lan­des­ty­pi­schen Spei­sen

Einladung zur Mahnwache, Samstag 13.00 Uhr, Marktplatz

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be Freun­de,

gemein­sam mit dem Aus­län­der­bei­rat Mar­burg lädt der Run­de Tisch der Reli­gio­nen zur Mahn­wa­che für die Opfer von Christ­church ein: Am Sams­tag, 16. März 2019, um 13.00 Uhr auf dem Mar­bur­ger Markt­platz.

Wir sind tief betrof­fen und ent­setzt über die bru­ta­len Ter­ror­an­schlä­ge auf zwei Mosche­en im neu­see­län­di­schen Christ­church wäh­rend des Frei­tags­ge­bets, bei denen nach bis­he­ri­gen Anga­ben der Regie­rung 49 Men­schen getö­tet und eben­so vie­le zum Teil schwer ver­letzt wor­den sind.

Ein nie­der­träch­ti­ger, ter­ro­ris­ti­scher Angriff auf beten­de Men­schen. Um es mit Ange­la Mer­kel zu for­mu­lie­ren: „Das Aus­maß die­ser grau­en­haf­ten ras­sis­ti­schen Tat, die­ses Mas­sen­mor­des, ist kaum zu fas­sen. Die Ein­zel­hei­ten sind schwer zu ertra­gen. Zu die­sen Ein­zel­hei­ten gehört die wider­wär­ti­ge Tat­sa­che, dass die Tat zeit­wei­se live im Inter­net zu ver­fol­gen war. … Der gegen mus­li­mi­sche Mit­bür­ger gerich­te­te Anschlag ist auch ein Angriff auf die neu­see­län­di­sche Demo­kra­tie und die offe­ne und tole­ran­te Gesell­schaft.”

Aus­län­der­bei­rat und Run­der Tisch der Reli­gio­nen sind dar­über tief bestürzt, mit unse­rer Mahn­wa­che möch­ten wir gemein­sam um die Opfer trau­ern und ihrer geden­ken. Gleich­zei­tig möch­ten wir ein Zei­chen für gelin­gen­des fried­li­ches Zusam­men­le­ben set­zen und Gesicht gegen jeden Ras­sis­mus und Extre­mis­mus zei­gen.

Wir wür­den uns freu­en, wenn Sie sich uns zahl­reich anschlie­ßen.

Herz­li­che Grü­ße
für den Lei­tungs­kreis des Run­den Tisches der Reli­gio­nen

Moni­ka Bunk


Run­der Tisch der Reli­gio­nen Mar­burg

Mitschnitt: Vortrag von Eugen Drewermann in der Universitätskirche

Meinen Frieden gebe ich euch. Die Andersartigkeit der Botschaft Jesu.

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Meinen Frieden gebe ich euch — Die Andersartigkeit der Botschaft Jesu

Der Arbeits­kreis lin­ker Chris­tin­nen und Chris­ten lädt ein zum Vor­trag von Eugen Dre­wer­mann am 12. März 2019 um 19.00 Uhr in der Uni­ver­si­täts­kir­che; der Ein­tritt ist frei, um Spen­de wird gebe­ten.

Gera­de in einer so un-fried­li­chen Welt wie der gegen­wär­ti­gen dürf­te die For­de­rung nach Frie­den — per­sön­lich wie poli­tisch — fast allen Men­schen ein­leuch­ten. Als Mot­to für das Jahr 2019 könn­te die Jah­res­lo­sung also nicht pas­sen­der gewählt sein: „Suche Frie­den und jage ihm nach!” Ins­be­son­de­re in Berei­chen wie der Frie­dens­po­li­tik, in denen poli­ti­sche Anlie­gen und christ­li­che Moti­va­ti­on auf­ein­an­der tref­fen, müs­sen wir uns jedoch bewusst hal­ten, dass die bibli­sche und jesua­ni­sche Bot­schaft radi­ka­ler und anstö­ßi­ger ist als unse­re oft kurz gedach­ten poli­ti­schen Kon­zep­te. Die­se Anders­ar­tig­keit führt auch dazu, dass sich die Bot­schaft Jesu der poli­ti­schen Ver­ein­nah­mung zunächst kom­plett ent­zieht. Den­noch erge­ben sich aus dem Anlie­gen Jesu zwangs­läu­fig poli­ti­sche Kon­se­quen­zen. Aber was bedeu­tet das für das Zusam­men­spiel von lin­ken und christ­li­chen
Tra­di­tio­nen im poli­ti­schen Feld?

Eugen Dre­wer­mann ist Theo­lo­ge, Psy­cho­the­ra­peut und Schrift­stel­ler und bekannt für sei­ne tie­fen­psy­cho­lo­gis­ce Exege­se, Kir­chen­kri­tik und Enga­ge­ment in der Frie­dens­po­li­tik.

Mit­schnitt: Vor­trag von Eugen Dre­wer­mann in der Uni­ver­si­täts­kir­che

AK Lin­ke CuC — Arbeits­kreis Lin­ke Chris­tin­nen und Chris­ten Mar­burg
Kehr um und glaube an das Evangelium!

Das Aschen­kreuz und die Fei­er des Abend­mahls ste­hen im Zen­trum eines Pas­si­ons­got­tes­diens­tes (mit Prof. Karl Ping­gé­ra) am 7. März 2019 um 19.00 Uhr in der Uni­ver­si­täts­kir­che. Wir wol­len mit die­sem spi­ri­tu­ell-zei­chen­haf­ten Impuls bewusst in die Fas­ten­zeit, in die Zeit der Vor­be­rei­tung auf das Oster­fest gehen. Herz­li­che Ein­la­dung!

Neue Ikonen aus Nowica – Ausstellung in der Lutherischen Pfarrkirche

Seit zehn Jah­ren fin­det in dem süd­ost­pol­ni­schen Dorf Nowi­ca ein Work­shop für Iko­nen­ma­le­rei statt. Nowi­ca liegt in den Nie­de­ren Bes­ki­den am Nord­rand des Kar­pa­ten­bo­gens in der Grenz­re­gi­on zur Slo­wa­kei und zur Ukrai­ne. Hier stel­len die „Lem­ken“ die ursprüng­li­che Bevöl­ke­rung. Sie spre­chen eine „rus­si­ni­sche“ Spra­che und gehö­ren der „grie­chisch-katho­li­schen“ Kir­che an, einer Ost­kir­che, die den römi­schen Papst aner­kennt, aber die ortho­do­xe Lit­ur­gie fei­ert und eben auch Gott und sei­ne Hei­li­gen in den Iko­nen ver­ehrt.

Die Aus­stel­lung in der Luthe­ri­schen Pfarr­kir­che vom 7. März bis zum 10. April 2019 zeigt ca. 50 Wer­ke, die unter der Lei­tung von Pro­fes­sor Roman Vasy­l­yk (Kunst-Aka­de­mie Lem­berg) in Nowi­ca ange­fer­tigt wur­den. Die betei­lig­ten Maler kom­men aus der Ukrai­ne, aus Polen, Weiß­russ­land, Litau­en, Rumä­ni­en und Geor­gi­en. Neben der Pfle­ge und Ver­fei­ne­rung der Jahr­hun­der­te alten Iko­nen­mal­kunst bil­det die Suche und Erpro­bung neu­er For­men der künst­le­ri­schen Dar­stel­lung einen kon­zep­tio­nel­len Schwer­punkt. Aus­ge­stellt wur­den die neu­en Wer­ke bereits u.a. in War­schau, Kiew, Tif­lis, Lub­lin. Sie kom­men nun erst­mals nach Deutsch­land.

Herz­li­che Ein­la­dung zur Ver­nis­sa­ge am 6. März 2019 um 17.30 Uhr mit einer Hin­füh­rung von Prof. Karl Ping­gé­ra (Mar­burg), einem Ost­kir­chen-Fach­mann, mit einer Vor­stel­lung des Nowi­ca-Pro­jekts durch Mateusz Sora (War­schau) und mit Gesän­gen der ukrai­ni­schen Lit­ur­gie, vor­ge­tra­gen von der Scho­la der Uni­ver­si­täts­kir­che.

Iko­nen — Gedan­ken zur Aus­stel­lung in der Luthe­ri­schen Pfarr­kir­che
Neue Iko­nen aus Nowi­ca | kirchbauinstitut.de

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