Archiv: November 2018

Jüdischer Kulturherbst mit den Drei Kantoren

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be Freun­de,

am kom­men­den Sonn­tag, dem 4. Novem­ber 2018, 18.00 Uhr, Syn­ago­ge, fin­det das nächs­te Kon­zert des Jüdi­schen Kul­tur­herbs­tes statt. Die eini­gen von Ihnen bereits bekann­ten und belieb­ten Drei Kan­to­ren kom­men mit ihrem neu­es­ten Pro­gramm „Scha­lom Rav al Isra­el” nach Mar­burg.

Seit der Zeit der Bibel hat der Wunsch nach Frie­den für Isra­el die Juden geprägt. Meh­re­re Gebets­tex­te, Piju­tim, chas­si­di­sche Lie­der, Lie­der auf Jid­disch und moder­ne Volks­lie­der beschäf­ti­gen sich mit dem Wunsch, end­lich ein fried­li­ches Leben im ver­spro­che­nen Land, unter dem eige­nen Wein­stock oder Fei­gen­baum, zu erle­ben. Die mitt­ler­wei­le deutsch­land­weit bekannt gewor­de­ne Grup­pe Die Drei Kan­to­ren schließt sich die­sem Gebet an mit einem Pro­gramm vol­ler Lob­lie­der für Frie­den für Isra­el und für die gan­ze Welt. Die Drei Kan­to­ren (Tal Koch – Tenor, Amnon See­lig – Bari­ton, Assaf Levi­tin – Bass, Naa­man Wag­ner – Kla­vier) bie­ten ein vir­tuo­ses, unter­halt­sa­mes und berüh­ren­des Kon­zert, das mit selbst arran­gier­ter (und teils selbst kom­po­nier­ter) Musik den Bogen zwi­schen Klas­si­kern der Cha­sa­nut bis zu moder­nen israe­li­schen Volks­lie­dern spannt.

Wir freu­en uns dar­auf, Sie zu die­sem spe­zi­el­len Kon­zert begrü­ßen zu kön­nen!

Freund­li­che Grü­ße
Moni­ka Bunk
2. Vor­sit­zen­de


Jüdi­sche Gemein­de Mar­burg
Lie­big­stra­ße 21a
35037 Mar­burg

(Foto: Tobi­as Bar­nis­ke)
Geistliches Konzert „Tu es Petrus“

Der För­der­kreis für Alte Musik ver­an­stal­tet am Sonn­tag, dem 4. Novem­ber 2018 in der Uni­ver­si­täts­kir­che zu Mar­burg um 17.00 Uhr ein geist­li­ches Kon­zert.

Den Kom­po­si­tio­nen, die zu hören sein wer­den, lie­gen die Bibel­ver­se Mat­thä­us Kapi­tel 16, Vers 18–19 zu Grun­de: „Tu es Petrus et super hanc petram aedi­fi­c­abo Eccle­si­am meam“. „Du bist Petrus, auf die­sem Fel­sen will ich mei­ne Gemein­de bau­en“.

Als zen­tra­les Werk des Kon­zerts wird von Gio­van­ni Pier­lui­gi da Pale­stri­na (1525–1594) eine sechs­stim­mi­ge Mes­se mit dem Titel „Tu es Petrus“ zu hören sein.

Wie die ande­ren Kom­po­si­tio­nen des Pro­gramms basiert die Pale­stri­na­mes­se auf der über­lie­fer­ten Melo­die des gre­go­ria­ni­schen Cho­rals mit die­sem Bibel­text.

Als Sän­ger­kna­be hat Pale­stri­na sei­ne musi­ka­li­sche Aus­bil­dung unter ver­schie­de­nen Kapell­meis­tern in San­ta Maria Mag­gio­re in Rom erhal­ten. 1544 wur­de er an die Kathe­dra­le der Stadt Pale­stri­na als Gesang­leh­rer und Orga­nist beru­fen, wo der spä­te­re Papst Juli­us III. Kar­di­nal-Bischof war, der Pale­stri­na 1551 als Kapell­meis­ter an der Cap­pel­la Giu­lia anstell­te. 1555 wur­de er Sän­ger der Cap­pel­la Sis­ti­na. Noch im sel­ben Jahr wur­de er ent­las­sen, da Juli­us III. gestor­ben war. Pale­stri­nas Stim­me ließ wohl nach und er hat­te das zwei­te Mal gehei­ra­tet. Danach war er Kapell­meis­ter an der Lateran­kir­che. Vor­rüber­ge­hend Kapell­meis­ter an San­ta Maria Mag­gio­re wur­de er dann Musik­leh­rer am Semi­na­rio Roma­no. 1571 wur­de er Kapell­meis­ter an San Pie­tro und blieb es bis zu sei­nem Tod. Am Ende sei­nes Lebens ver­such­te er noch ein­mal in sei­ne Vater­stadt Pale­stri­na zurück­zu­keh­ren, wo er als reich gewor­de­ner Mann einen gro­ßen Fami­li­en­be­sitz erwor­ben hat­te. Aber ehe dort sein Ver­trag mit dem Dom­ka­pi­tel abge­schlos­sen wer­den konn­te, starb er in Rom und wur­de in der Peters­kir­che begra­ben.

Retro­spek­tiv wie sein per­sön­li­cher Cha­rak­ter ist im Wesent­li­chen auch Pale­stri­nas kom­po­si­to­ri­sches Schaf­fen. Wahr­schein­lich ist sei­ne berühm­te Mar­cel­lus-Mes­se 1562/63 in Ver­bin­dung mit dem Triden­ti­ner Kon­zil ent­stan­den. Er konn­te mit die­ser Mes­se die geist­li­chen Wür­den­trä­ger über­zeu­gen, dass trotz kunst­rei­cher Struk­tur der Text klar ver­ständ­lich blei­ben kön­ne und die Musik wür­dig und andachts­voll dar­ge­stellt klingt.

Pale­stri­na ist für die geist­li­che Musik sei­ner Zeit kein Neue­rer, son­dern eher ein Voll­ender. Das Haupt­ge­biet sei­nes Schaf­fens stel­len sei­ne 105 Mes­sen dar, neben Motet­ten, Respons­o­ri­en, Sequen­zen und eini­gen Madri­ga­len.

Wir stel­len der sechs­stim­mi­gen Mes­se eine sechs- und eine sie­ben­stim­mi­ge Motet­te über „Tu es Petrus“ von Pale­stri­na vor­an.

Der spa­ni­sche Kom­po­nist Cris­tó­bal de Mora­les (1500–1553), der von 1535 bis 1545 in der päpst­li­chen Kap­pel­le in Rom sang, war von Pale­stri­na hoch­ge­ach­tet. Sei­ne Motet­te „Tu es Petrus“ ist in kon­tra­punk­ti­scher Tech­nik und im poly­pho­nen Stil geschrie­ben. Die Motet­te ist fünf­stim­mig und der gre­go­ria­ni­sche Can­tus wird in der zwei­ten Stim­me durch­weg auf unter­schied­li­chen Ton­hö­hen wie­der­holt.

In den „Sacri Con­cen­ti“ 1601 von Hans Leo Hass­ler (1564–1612) ist eine fünf­stim­mi­ge „Tu es Petrus“-Komposition ent­hal­ten. Er stu­dier­te bei Andrea Gabrie­li in Vene­dig.

Die Motet­te des eng­li­schen Kom­po­nis­ten Wil­liam Byrd (1540–1623) ist im „alten“ Stil kom­po­niert, gehört aber vom har­mo­ni­schen Gesche­hen her und der neu­en dekla­ma­to­ri­schen Gestalt in den Beginn des Früh­ba­rock.

Der spa­ni­sche Kom­po­nist Tomás Luis de Vic­to­ria (1548–1611) hat unter ande­rem bei Pale­stri­na im Semi­na­rio Roma­no stu­diert; er wur­de dort Pale­stri­nas Nach­fol­ger als Chor­lei­ter.

Zwei dop­pel­chö­ri­ge Motet­ten beinhal­tet das Kon­zert­pro­gramm.

Der deut­sche Kom­po­nist Mel­chi­or Franck (1580–1639) hat durch Hass­ler den poly­pho­nen, vene­zia­ni­schen Kom­po­si­ti­ons­stil ken­nen­ge­lernt und in sei­nen geist­li­chen Wer­ken fort­ge­setzt.

Peter Phil­ips (1561–1628) muss­te als Katho­lik aus Eng­land flie­hen; er hielt sich in Rom auf und reis­te über Spa­ni­en und Frank­reich in die Nie­der­lan­de, wo er Jan Pie­ter­s­zoon Sweelinck (1562–1621) traf. Auf dem Fest­land lebend, war er einer der her­vor­ra­gen­den eng­li­schen Kom­po­nis­ten sei­ner Genera­ti­on.

Die Fest­mo­tet­te „Lobet den Her­ren“ aus dem „Cym­balum Sio­ni­um 1615“ von Johann Her­mann Schein (1586–1630) beschließt das geist­li­che Kon­zert „Tu es Petrus“.

Die Aus­füh­ren­den sind das Vokal­ensem­ble Can­ti­cum Anti­quum und Solo­stim­men des Can­ti­cum Anti­quum. Die Lei­tung hat Bri­git­te Krey.

(Foto: Pres­se­fo­to)

Gemeindefahrt nach Sargenzell

Am 1. Novem­ber 2018 fah­ren wir nach Sar­gen­zell. Das Motiv des ein­und­drei­ßigs­ten Früch­te­tep­pichs trägt den Titel „Die Berg­pre­digt“ (The Ser­mon on the Mount). Die Illus­tra­ti­on einer Bibel von Harold Cop­ping bie­tet die Grund­la­ge für ein Meis­ter­werk aus Samen und Kör­nern. Harold Cop­ping, erfolg­rei­cher Autor und Buch­il­lus­tra­tor, ver­öf­fent­lich­te sei­ne illus­trier­te Aus­ga­be der Bibel im Jah­re 1910.

Abfahrts­zei­ten:

  • 13.00 Uhr Bus­hal­te­stel­le gegen­über vom Phil­ipps­haus (Uni­ver­si­täts­stra­ße)
  • 13.10 Uhr Erlen­ring
  • 13.15 Uhr Gemein­de­haus Ost (Georg-Voigt-Stra­ße 89)

Kos­ten: 15,- €
Anmel­dung: Han­ne­lo­re Scha­de (06421) 22345 oder Pfarr­amt Lie­big­stra­ße (06421) 23745

(Foto: Kat­ja Simon)

Gottesdienste im November 2018
01.11. Do Aller­hei­li­gen 18.45
19.00
Orgel­ves­per
Prof. Hage
02.11. Fr 10.30 Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst
Alten­hil­fe St. Jakob, Auf der Wei­de 6
Pfar­rer Simon
03.11. Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht in St. Jost
Pfar­rer Simon
04.11. So 23. nach Tri­ni­ta­tis 11.00 Pfar­rer Simon
08.11. Do 18.45
19.00
Orgel­ves­per
Geden­ken an die Novem­ber­po­gro­me
Dekan Ren­ner
10.11. Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht in St. Jost
Pfar­re­rin Simon
11.11. So Dritt­letz­ter
im Kir­chen­jahr
11.00 Geden­ken an die Pogrom­nacht
Pfar­re­rin Simon / Moni­ka Bunk, Jüdi­sche Gemein­de
15.11. Do 18.45
19.00
Orgel­ves­per
Pfar­rer Huber
16.11. Fr 10.30 Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst
Alten­hil­fe St. Jakob, Auf der Wei­de 6
Pfar­rer Simon
17.11. Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht in St. Jost
Pfar­rer Huber
18.11. So Vor­letz­ter
im Kir­chen­jahr
17.00 Kon­zert­got­tes­dienst
Geist­li­che Chor­lie­der mit dem
MGV Nie­der­as­phe

Pfar­rer Huber
21.11. Mi Buß- und Bet­tag 18.00 Uni­ver­si­täts­got­tes­dienst
Lit­ur­gy Spe­ci­fic Art

Prof. Erne
22.11. Do 18.45
19.00
Orgel­ves­per
Pfar­rer Simon
24.11. Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht in St. Jost
Toten­ge­den­ken mit der Feu­er­wehr
25.11. So Ewig­keits­sonn­tag 11.00 Got­tes­dienst mit Toten­ge­den­ken
Pfar­re­rin Simon
29.11. Do 18.45
19.00
Orgel­ves­per
Pfar­rer Ger­hardt

mit Abend­mahl mit Abend­mahl in Form der Ev. Mes­se
mit beson­de­rer Musik anschlie­ßen­des Bei­sam­men­sein

Regelmäßige Veranstaltungen im November 2018

Phil­ipps­haus
Uni­ver­si­täts­stra­ße 30/32
Phil­ipps­haus

Di 17.30–19.00 Kon­fir­man­den
(außer in der Feri­en­zeit)
Mi 10.30 Gedächt­nis­trai­nings­grup­pe
(am 2. Mitt­woch im Monat)
Mi 15.00–17.00 Krab­bel­grup­pe
für Kin­der bis 3 Jah­re
(außer in der Feri­en­zeit)
Do Offe­ner Nach­mit­tag:
Gemein­de­fahrt nach Sar­gen­zell
Sa 14.00–16.00 Kin­der­kir­che:
17.11. Bas­te­lei­en, Essen und Spie­le

Uni­ver­si­täts­kir­che
Gar­ten des Geden­kens | Rudolphs­platz

So 11.00 Got­tes­dienst
Mi 13.00–16.00 „Fair­tei­len”
Lebens­mit­tel tei­len!
Do 18.45 Orgel­ves­per
i.d.R. mit Kan­tor Gerold Vor­rath
19.00 Evan­ge­li­sche Mes­se
Abend­mahls­got­tes­dienst
20.00–21.15 Scho­la-Pro­be
auf der Orgel­em­po­re

Kapel­le St. Jost
Kurt-Schu­ma­cher-Brü­cke

St. Jost

Sa 17.00 Wochen­schluss­an­dacht
(am 03.11. mit Abend­mahl)

Alten­hil­fe­zen­trum St. Jakob
Auf der Wei­de 6
Auf der Weide/AquaMar

Fr 10.30 Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst

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