AK Linke Christinnen und Christen: Der Prophet Micha

Das nächs­te Tref­fen des Arbeits­krei­ses Lin­ke Chris­tin­nen und Chris­ten fin­det am Diens­tag, dem 10. Okto­ber 2017, 19.00 Uhr im Käte-Din­ne­bier-Saal, Bahn­hof­stra­ße 6 in Mar­burg statt.

Die­ses Mal wol­len wir uns mit dem Pro­phe­ten Micha beschäf­ti­gen. Die­ser nicht im Dienst des Tem­pels oder eines Herr­schers ste­hen­de Pro­phet im ach­ten Jahr­hun­dert v. Chr. gehört zu den ent­schie­den sozi­al­kri­ti­schen Pro­phe­ten des Alten Tes­ta­men­tes. Zeit­ge­nos­se des gro­ßen Jesa­ja und des eben­so ent­schie­de­nen Amos pocht Micha (oder die Autoren, deren Aus­sa­gen im Micha-Buch zusam­men­ge­fasst sind), vor allem auf gesell­schaft­li­che Gerech­tig­keit: Land­grab­bing und Schuld­skla­ve­rei dür­fen nicht sein! Auch nicht­christ­li­chen Lin­ken ist der Name des Pro­phe­ten aus der Frie­dens­be­we­gung der acht­zi­ger Jah­re bekannt: in die­sem Buch fin­det sich das Wort von den Schwer­tern, die zu Pflug­scha­ren gemacht wer­den sol­len.

Es geht bei unse­rem Tref­fen zum einen um die Fra­ge, was uns die Micha-Tex­te heu­te für die Ent­wick­lung der Per­spek­ti­ve einer gerech­ten Gesell­schaft sagen kön­nen. Zum ande­ren an die­sem Bei­spiel dar­um, wie Lin­ke von heu­te eine sozi­al­kri­ti­sche Bibel­lek­tü­re ent­wi­ckeln kön­nen.

Die­ses Mal wol­len wir die Din­ge sel­ber in die Hand neh­men und uns auf der Grund­la­ge eini­ger Gedan­ken, die Theo Sper­lea vor­tra­gen wird, dem Pro­phe­ten Micha zu nähern ver­su­chen. Es emp­fiehlt sich, das Buch (noch ein­mal) vor­her zu lesen; es ist eines der kür­zes­ten des Altesn Tes­ta­ments! Den Text der revi­dier­ten Luther­aus­ga­be fin­det man im Bücher­schrank oder im Netz  (www.bibelwissenschaft.de). Man kann sich die 10 Abschnit­te auch vor­le­sen las­sen:
https://youtu.be/ZmyVQ-dzTqY (Luther­bi­bel 1984; emp­foh­len!)
https://youtu.be/bHgM_nPPVQI (Schlach­ter­bi­bel)
Dort fin­den sich aber auch noch ande­re Micha-Vor­le­sun­gen. Wenn man in die ver­schie­de­nen Ver­sio­nen guckt, ahnt man, wie schwie­rig die Über­set­zung die­ser uralten Tex­te ist.

Ver­su­chen wir gemein­sam, was Luther vor­schweb­te und Ernes­to Car­denal in Nica­ra­gua mit den Bau­ern von Solen­ti­na­me prak­ti­ziert hat: Uns um den Text scha­ren und ver­su­chen, her­aus­zu­fin­den, was er mit der Lage der Welt und unse­rer Lage zu tun hat. Das Tref­fen wird also dies­mal stark work­shop-Cha­rak­ter haben.

Herz­li­che Ein­la­dung!

(Foto: dimitrisvetsikas1969 @ Pixabay)

 

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