Bundespreis für den Marburger „Friedensweg der Religionen“

Preis­ver­lei­hung im Rat­haus der Stadt Mainz: (v.l.n.r.) Kel­ly Hern­don (Bahá’í), Moni­ka Bunk (Jüdi­sche Gemein­de), Cor­ne­lia Schmitz (stellv. Lei­te­rin des BfDT), Diet­rich Han­nes Eibach (ehem. Pfar­rer der Uni­ver­si­täts­kir­chen­ge­mein­de), Chris­ti­ne Heigl (Shambha­la-Zen­trum), Kha­di­ja Badi (Isla­mi­sche Gemein­de) und Rah­man Sat­ti (Mode­ra­ti­on) bei der Preis­ver­lei­hung (Foto: Jörg Rust­mei­er)

Mit Stolz und gro­ßer Freu­de nah­men Mit­glie­der des Run­den Tisches der Reli­gio­nen aus Mar­burg am 9. Novem­ber 2012 im Rat­haus der Stadt Mainz einen mit 2000 Euro dotier­ten Preis für ihr Pro­jekt „Frie­dens­weg der Reli­gio­nen 2011“ ent­ge­gen. Der Preis wur­de ver­lie­hen vom „Bünd­nis für Demo­kra­tie und Tole­ranz – gegen Extre­mis­mus und Gewalt“ (BfDT), einer Grün­dung der Bun­des­mi­nis­te­ri­en des Innern und der Jus­tiz aus dem Jahr 2000. Es zeich­net regel­mä­ßig Initia­ti­ven und Pro­jek­te für vor­bild­li­ches und nach­ah­mens­wer­tes zivil­ge­sell­schaft­li­ches Enga­ge­ment aus.

Cor­ne­lia Schmitz, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin der Geschäfts­stel­le des BfDT, wür­dig­te bei der Ver­an­stal­tung im Erfur­ter Zim­mer des Rat­hau­ses, dass die Mar­bur­ger Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten mit dem Frie­dens­weg der Reli­gio­nen öffent­lich deut­lich mach­ten, dass sie trotz aller ver­blei­ben­den Unter­schie­de ein gemein­sa­mes Ziel hät­ten: den äuße­ren und inne­ren Frie­den zu för­dern und zu bewah­ren, zu dem sie auf unter­schied­li­che Wei­se bei­tra­gen.

Der „Run­de Tisch der Reli­gio­nen“ in Mar­burg trifft sich seit 2006 mit Ange­hö­ri­gen ver­schie­de­ner Reli­gio­nen. Das Zie­len der Initia­to­ren und Teilnehmer/innen ist es, Men­schen ver­schie­de­ner Reli­gio­nen an einen Tisch zu brin­gen, Vor­ur­tei­le abzu­bau­en, inter­re­li­giö­sen Dia­log zu för­dern und so zu einem fried­li­chen Mit­ein­an­der bei­zu­tra­gen. Zu den Teil­neh­mern zäh­len Ange­hö­ri­ge der Bahá’í, des Bud­dhis­mus, des Chris­ten­tums, des Islams und des Juden­tums. Der Run­de Tisch dient dem gegen­sei­ti­gen Ken­nen­ler­nen, der inter­re­li­giö­sen Ver­stän­di­gung und damit dem Frie­den in der Stadt Mar­burg. Die Tref­fen des Run­den Tisches fin­den abwech­selnd in der Syn­ago­ge, in der Moschee, im bud­dhis­ti­schen Shambha­la-Zen­trum, im Isla­mi­schen Kul­tur­zen­trum, in ver­schie­de­nen kirch­li­chen Häu­sern oder auch pri­vat statt. Es gibt sowohl Gesprächs­aben­de im klei­nen Kreis als auch öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen wie Vor­trä­ge und Podi­ums­dis­kus­sio­nen.

Der Frie­dens­weg der Reli­gio­nen in Mar­burg fin­det seit 2010 jähr­lich im Herbst statt. Er führt über fünf Sta­tio­nen von der Moschee am Mar­ba­cher Weg über das Rat­haus, wo sich die Bahá’í-Gemeinde prä­sen­tiert, die evan­ge­li­sche Uni­ver­si­täts­kir­che, das bud­dhis­ti­sche Shambha­la-Zen­trum in Wei­den­hau­sen bis hin zur Syn­ago­ge an der Lie­big­stra­ße. An den ein­zel­nen Sta­tio­nen prä­sen­tie­ren sich die jewei­li­gen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten mit reli­giö­sen Tex­ten und Gesang und infor­mie­ren die inter­es­sier­ten Mar­bur­ger Bür­ger. Gemein­sam gehen Gast­ge­ber und Gäs­te aller Reli­gio­nen den Frie­dens­weg durch die Stadt und kom­men dabei inten­siv mit­ein­an­der ins Gespräch.

Jörg Rust­mei­er

 

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