Sommer

(Foto: Jörg Rust­meier)

Ich komm im Som­mer­wald daher
Und lausche seinem Weben –
Kein men­schlich Schre­it­en trägt mich mehr,
Ein Wallen ist’s und Schweben.

Ich blicke nieder zur Blume ins Kraut,
Blick auf zur Sonn in die Höhe –
Wie aus dem Kleinen das Große sich baut:
Geheiligt ist, was ich sehe!

Klar wird’s in mir und seherhell –
Wie meine Sinne lauschen,
Klingt in mich ein, was leis der Quell,
Was Gräs­er und Bäume rauschen,

Hör ich das kreisende Blut der Natur
Durch Erden und Wel­ten wallen,
Hör ich durch alle Krea­tur
Den  e i n e n  Herz­schlag hallen.

Fer­di­nand Ernst Albert Ave­nar­ius (1856–1923)
Aus der Samm­lung Jahrbuch

Wir wün­schen allen unseren Gästen und Mitar­bei­t­erIn­nen schöne und erhol­same Som­mer­fe­rien.

Uni­ver­sität­skirchenge­meinde Mar­burg

 

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