Archiv: März 2012

Opfer — Theorie und Praxis der Religionen“

Der Runde Tisch der Reli­gio­nen lädt zu ein­er Podi­umsver­anstal­tung am 27. März um 19.00 Uhr in das Philipp­shaus ein. Auf dem Podi­um disku­tieren Emmi-Lusie Beck­er (Islam), Moni­ka Bunk (Juden­tum), Kel­ly Hern­don (Bahá’í), Dechant Franz Lang­stein (Katholis­che Kirche), Dekan Burkhard zur Nieden (Evan­ge­lis­che Kirche) und Anto­nius Pothof (Bud­dhis­mus).

Mod­er­a­tion: Diet­rich Hannes Eibach

Das islamis­che Opfer­fest erin­nert an Abra­ham, der nach den Über­liefer­un­gen der drei monothe­is­tis­chen Reli­gio­nen bere­it war, seinen eige­nen Sohn zu opfern. Im let­zten Augen­blick hielt er inne und schlachtete an sein­er Stelle einen Wid­der. Aus den Reli­gio­nen ken­nen wir Lob-, Dank-, Bitt- und Süh­neopfer. Doch schon in den prophetis­chen Schriften find­en wir eine kri­tis­che Ein­stel­lung zum Opfer­we­sen. So heißt es bei Hosea: „Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer“ (6,6). Was für ein Ver­hält­nis haben wir heute zum Opfer in unser­er eige­nen Reli­gion und wie gehen andere Reli­gio­nen mit diesem The­ma um?

Uni im Café: „Apokalypse innen und außen“

Pro­fes­sor Dr. Ger­hard Mar­cel Mar­tin
aus Anlass seines 70. Geburt­stags

Son­ntag, 25. März 2012, 11.00 Uhr, Café Vet­ter (Mar­burg, Reit­gasse 4)

Reli­gion­s­geschichtlich heißt „Apoka­lypse“ nicht Weltzer­störung, son­dern Enthül­lung, Aufdeck­ung, Offen­barung destruk­tiv­er, aber auch ret­ten­der Mächte. Dop­peltes The­ma ist Wel­tende genau­so wie Weltver­wand­lung durch unge­heure Ver­nich­tung­sprozesse hin­durch.

Apoka­lypse geschieht außen und innen: in welt­poli­tis­chen Dimen­sio­nen und in Visio­nen von himm­lis­chen und höl­lis­chen Wel­ten. Schon Kant unter­schei­det ein natür­lich­es, ein katas­trophisch wider­natür­lich­es und ein „über­natür­lich­es“, „mys­tis­ches“ Ende aller Dinge. Sind apoka­lyp­tis­che Tra­di­tio­nen gegen­wär­tig aktuell – in Poli­tik, Tiefenpsy­cholo­gie und The­olo­gie? Wo geschieht „Apoka­lypse“ heute?

Ein­tritt: 8,– €, Mit­glieder und Stu­den­ten 6,– €

Lichtkunstwerk „Sterntaler“

Zum Grimm-Jubiläum 2012 hat der Fach­di­enst Kul­tur der Uni­ver­sitätsstadt Mar­burg die kün­st­lerische Umset­zung des Stern­taler-​Märchens als Lichtkunst­werk im öffentlichen Raum ini­ti­iert.

Die Kün­stler Doris und Flo­ri­an Con­rads kön­nen vielfältige Erfahrun­gen ein­brin­gen: Städel-​Ab­sol­ventin und Otto-​Ubbe­lo­hde-​Preisträgerin Doris Con­rads hat sich inten­siv mit Ster­nen­him­mel, NASA-Wel­traum-Fotografie, Mar­burg­er Motiv­en und Lichtkun­st auseinan­derge­set­zt. Ihr Sohn Flo­ri­an Con­rads (Berlin) ist als Diplom-​Grafikde­sign­er und pas­sion­iert­er Fotograf von den mul­ti­me­di­alen Aspek­ten der Auf­gabe fasziniert.

Im Lichtkunst­werk „Stern­taler“ wird das Mäd­chen aus der Stern­taler-​Il­lus­tra­tion von Otto Ubbe­lo­hde mit ein­er Wel­traum-​Fo­tografie kom­biniert – freigegeben von der NASA/ESA.

Vernissage an der Universitätskirche/Kornmarkt ist am Früh­lingsan­fang, Fre­itag, 23. März 2012, um 19.30 Uhr. Dort wird das Lichtkunst­werk an der Uni­ver­sität­skirche instal­liert. Gle­ichzeit­ig wer­den an dem „Lese­ort“ die Bronze­büch­er von Astrid Lind­gren, J.R.R. Tolkien, Antoine de Saint-​Ex­upéry und Erich Käst­ner ergänzt um ein bronzenes Grimm-​Buch – mit dem Märchen „Die Stern­taler“.

Die Brüder Grimm sind in ihrer Stu­dien­zeit in die Uni­ver­sität­skirche zum Gottes­di­enst gegan­gen. Im Vor­läufer­bau der benach­barten Alten Uni­ver­sität wurde ihnen 1819 die Ehren­dok­tor­würde ver­liehen.

Kurz­film: Stern­taler Lichtkun­st­pro­jekt

Islamischer Religionsunterricht. Modelle, Erfahrungen, Probleme“

Der Runde Tisch der Reli­gio­nen lädt zu ein­er Podi­ums­diskus­sion am 13. März um 19.30 Uhr in den his­torischen Rathaus­saal ein. Es sprechen Dr. phil. Tarek Badaw­ia, M.A. (Johannes-Guten­berg-Uni­ver­sität Mainz, Insti­tut für Erziehungswis­senschaft), Eva-Maria El-Shabassy (Lei­t­erin der Kom­mis­sion „Islamis­ch­er Reli­gion­sun­ter­richt“ des Koor­di­na­tion­srates der Mus­lime in Deutsch­land — KRM, Köln) und Ober­lan­deskirchen­rat Dr. Eber­hard Stock (Leit­er des Dez­er­nats Bil­dung, Vor­sitzen­der der The­ol­o­gis­chen Kam­mer der Evan­ge­lis­chen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Mit­glied der Bil­dungskam­mer der Evan­ge­lis­chen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kas­sel). Die Mod­er­a­tion hat Dipl.-Pol. Stef­fen Rink (Philipps-Uni­ver­sität Mar­burg, Fachge­bi­et Reli­gion­swis­senschaft / REMID). Die Begrüßung spricht Prof. Dr. the­ol. Hans-Mar­tin Barth.

Der Islamis­che Reli­gion­sun­ter­richt wird seit Jahrzehn­ten the­ma­tisiert und nimmt an Aktu­al­ität weit­er zu. Unum­strit­ten ist die Notwendigkeit der Ein­führung eines qual­i­fizierten kon­fes­sionellen Reli­gion­sun­ter­richts für mus­lim­is­che Schü­lerin­nen und Schüler. Mit­tler­weile gibt es die ersten Mod­el­lver­suche in Nieder­sach­sen und Nor­drhein-West­falen.

Anmeldung der neuen Konfirmanden

Wer in der neuen Gruppe dabei sein möchte, die im Früh­jahr 2013 kon­fir­miert wird, ist her­zlich mit den Eltern ein­ge­laden zur Anmel­dung und zu ersten Absprachen am Dien­stag, dem 13. März 2012 um 18.00 Uhr im Philipp­shaus.

Evangelische Messe zu Okuli

Pan­theon in Rom (Foto: Jörg Rust­meier)

Meine Augen sehen stets zu dem Her­rn; denn er wird meinen Fuß aus dem Net­ze ziehen.“ (Psalm 25,15)

Am 11. März, dem Son­ntag Okuli feiert Prädikant Willi Zim­mer­mann eine Evan­ge­lis­che Messe mit uns. Beginn ist um 10 Uhr.

Besprechung: „Let’s Make Money“ – Wer regiert das Geld?

Wolf­gang Kessler und Josef Rother / Kino Capi­tol (Fotos: Jörg Rust­meier)

Ein Abend über die Opfer und die Täter der Finanzkrise

Der West­en, der mit 12,8 Prozent der Welt­bevölkerung eine Min­der­heit ist, herrscht über den Plan­eten seit über fünfhun­dert Jahren. Ende des 15. Jahrhun­derts, als die Erde rund gewor­den ist, nach der vierten Reise von Kolum­bus, find­et der Genozid in Lateinameri­ka statt. Dann gab es 350 Jahre Sklaven­han­del, dann 150 Jahre lang die Kolo­nial­mas­sak­er und die Ter­ri­to­ri­albe­set­zung. Heute gibt es die Tyran­nei des glob­al­isierten Finanzkap­i­tals. Let­ztes Jahr haben die fünfhun­dert größten Pri­vatkonz­erne der Welt nach Welt­banksta­tis­tiken gemein­sam über 52 Prozent des Welt­sozial­pro­duk­tes beherrscht. Dieses Finanzkap­i­tal in den Hän­den einiger west­lich­er Oli­garchen hat eine Macht, die nie zuvor in der Geschichte der Men­schheit ein König, ein Kaiser oder ein Papst gehabt hat.“

Mit diesem drastis­chen Zitat von Jean Ziegler, ehe­mals UN-Son­der­berichter­stat­ter für das Recht auf Nahrung, eröffnete Josef Rother vom Eine-Welt-Kugel-Kreis (Katholis­che Kirchenge­meinde St. Johannes Ev.) am Dien­stag, dem 6. März, den Abend im vollbe­set­zten Kinosaal und war damit gle­ich am Kern des The­mas ange­langt: Die katas­trophalen Auswirkun­gen des inter­na­tionalen Finanzsys­tems, die wir alle zu spüren bekom­men, vielmehr aber noch die Men­schen in den ärm­sten Län­dern der Welt, die auf­grund glob­aler Finanzspeku­la­tio­nen von ihrer Arbeit nicht mehr leben kön­nen.

Es war bere­its die zweite Ver­anstal­tung zu diesem The­ma in einem Mar­burg­er Kino. Die erste fand drei Wochen zuvor statt und war eben­falls völ­lig aus­ge­bucht. Allein diese Tat­sache macht deut­lich, dass vie­len Men­schen das The­ma auf der Seele bren­nt. Entsprechend bre­it war auch der Ini­tia­torenkreis der Ver­anstal­tung: Neben dem Eine-Welt-Kugel-Kreis die Steuerungs­gruppe „Fair­er Han­del“ der Uni­ver­sitätsstadt Mar­burg, die Evan­ge­lis­che Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Welt­laden Mar­burg, attac Mar­burg, die Christliche Friedensini­tia­tive Mar­burg sowie das Kino Cine­plex Mar­burg.

Wolf­gang Kessler, Ökonom und Chefredak­teur der kri­tisch-christlichen Zeitung Pub­lik-Forum erläuterte in seinem Vor­trag mit ein­fachen Worten die kom­plizierten Zusam­men­hänge des glob­alen Finanzsys­tems, so dass sie auch Nicht-Ökonomen ver­ständlich wur­den. Dabei sprach er auch das innere Befind­en viel­er Zuhör­er an: Der Men­sch hat beim Geld zwei Seit­en, eine gierige und eine soziale. Ein­er­seits möchte er immer mehr haben, aber ander­er­seits auch etwas für die Men­schen und die Verbesserung der Welt tun. Beim Einkaufen macht sich dieses Bewusst­sein schon bemerk­bar: Immer­hin kaufen acht Prozent der Kun­den Bio- und fair gehan­delte Pro­duk­te. Beim Gel­dan­le­gen sieht das aber anders aus: 99 Prozent der Bankkun­den geben ihr Geld und damit auch ihr Gewis­sen am Bankschal­ter ab, denn sie erwarten nur, dass sie nach einiger Zeit ihre Zinzen oder Ren­dite erhal­ten, egal woher das Geld kommt. Dabei kön­nen sie sich­er sein: Wenn sie hier einen Gewinn aus Geldgeschäften erzie­len, wird es anderen irgend­wo auf der Welt voren­thal­ten, wobei es nicht sel­ten um deren Exis­tenz geht. Auch die kom­mu­nalen Sparkassen und Volks­banken wirtschaften nicht uneingeschränkt nach ethis­chen Prinzip­i­en.

So richteten sich im Anschluss an den Vor­trag die Fra­gen der Zuhör­er auch nach der Wahl der richti­gen Bank: Die GLS-Bank agiere hier mustergültig, meinte Kessler. Aber auch bei anderen alter­na­tiv­en Geldin­sti­tuten, wie der Umwelt­bank, der Ethik­bank oder der Tri­o­dos-Bank, könne der Kunde selb­st bes­tim­men, wie sein Geld angelegt wird. Lokale Pro­jek­te im sozialen und im Umwelt­bere­ich wür­den dabei bevorzugt. Weit­eren Fra­gen und Kom­mentaren stell­ten sich Kessler und Bürg­er­meis­ter Franz Kahle, der für die Stadt Mar­burg sprach.

Baum­wollernte in Burk­i­na Faso (Foto: Doku­men­tarfilm „Let’s Make Mon­ey“)

Kessler bot mehrere Lösun­gen an hin zu der drin­gend notwendi­gen Finanzwende, der in Deutsch­land bish­er die mark­tradikale Poli­tik aller Regierun­gen seit der Öff­nung zum Wirtschaft­slib­er­al­is­mus unter der rot-grü­nen Bun­desregierung im Wege ste­ht: Die Verpflich­tung der Banken, mehr Eigenkap­i­tal vorzuhal­ten, eine Finanz­transak­tion­ss­teuer, die Tren­nung von Invest­ment- und Geschäfts­banken, Kon­trolle der Schat­ten­banken und Steueroasen, Erlass von Aus­landss­chulden sowie Mithaf­tung der Gläu­biger statt Sozial­isierung ihrer Ver­luste.

Ein Zuhör­er äußerte Zweifel an der Änder­barkeit der derzeit­i­gen Finanz­mark­t­mech­a­nis­men und den damit ver­bun­de­nen Krisen und neg­a­tiv­en Fol­gen für arme Län­der. Kessler meinte, die Anhalt­spunk­te für den Pes­simis­mus über­wö­gen, aber es gäbe reale Chan­cen für einen Opti­mis­mus. Diese lägen an der Aktiv­ität der Bürg­er und ihrem Wider­stand gegen die bish­eri­gen Struk­turen. Ein Schüler beklagte, dass er im Poli­tikun­ter­richt nichts von den Zusam­men­hän­gen des Finanzsys­tems gehört habe, und forderte bessere Infor­ma­tio­nen in den Schulen. Kessler gab ihm grund­sät­zlich Recht, wies aber darauf hin, dass Infor­ma­tio­nen in der Schule nur sin­nvoll seien, wenn das Finanzsys­tem nicht nur erk­lärt, son­dern auch kri­tisch hin­ter­fragt würde.

Ger­hard Schwarz, NZZ (Foto: Doku­men­tarfilm „Let’s Make Mon­ey“)

Im Anschluss an den Vor­trag und die Diskus­sion wurde der zweite, län­gere Teil des Doku­men­tarfilms „Let’s Make Mon­ey“ (2008) des öster­re­ichis­chen Filmemach­ers Erwin Wagen­hofer gezeigt, dessen Anfang vor Kesslers Vor­trag zu sehen war. Die glob­alen Zusam­men­hänge des Finanzsys­tems wur­den hier noch ein­mal, ohne jeden wer­tenden Filmkom­men­tar, deut­lich vor Augen geführt. Zum Beispiel: Frauen in Burk­i­na Faso pflück­en Baum­wolle und kla­gen an, dass sie von dieser harten Arbeit nicht leben kön­nten, weil sie fast kein Geld ein­bringe. Dabei han­delt es sich um die beste Baum­wolle der Welt, die ganz von Hand gepflückt und sortiert wird. Obwohl gle­ichzeit­ig die bil­lig­ste der Welt, ist sie gegenüber der amerikanis­chen Baum­wolle, die von der US-Regierung aus finanzpoli­tis­chen Grün­den sub­ven­tion­iert wird, nicht konkur­ren­zfähig. Der Pro­duk­tion­s­man­ag­er Fran­cis Kol­o­go aus Burk­i­na Faso stellt die Kon­se­quen­zen drastisch dar: „Wenn der West­en seine Baum­woll­sub­ven­tio­nen nicht stoppt, dann sind wir gezwun­gen zu gehen. Wenn wir auswan­dern, kön­nen sie ruhig zehn Meter hohe Mauern bauen. Wir wer­den trotz­dem nach Europa kom­men.“

Har­ter Schnitt zum Mont Pèlerin mit Blick über den Gen­fer See, dort wo der soge­nan­nte Neolib­er­al­is­mus, der in den 80er Jahren durch Ronald Rea­gan und Mar­garet Thatch­er forciert wurde, seinen weltweit­en Anfang nahm. Wir sehen und hören Ger­hard Schwarz, Leit­er der Wirtschaft­sredak­tion der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ): „Alle Lib­eralen dieser Welt sind der Mei­n­ung, dass Gren­zen offen sein soll­ten für Güter, für Geld und für Dien­stleis­tun­gen. Schwieriger wird es bei Men­schen. Da muss man sich über­legen, ob man nicht eine Art Ein­trittspreis ver­lan­gen müsste“, denn „ein Neuer prof­i­tiert von etwas, zu dem er nichts beige­tra­gen hat.“ – Deut­lich­er ist der Kon­flikt, der aus der „Tyran­nei des glob­al­isierten Finanzkap­i­tals“ (Jean Ziegler) resul­tiert, kaum auf den Punkt zu brin­gen.

Jörg Rust­meier

Weitere Informationen:

www.letsmakemoney.at
Wolf­gang Kessler: Geld regiert die Welt. Wer regiert das Geld? Pub­lik-Forum Stre­itschrift, 2011
Ankündi­gung der Ver­anstal­tung

Let’s Make Money“ — Wer regiert das Geld?

Film, Vortrag und Diskussion

Die Ver­anstal­tung vom 15.02. war aus­ge­bucht. Sie wird am 06. März um 19 Uhr wieder­holt. Kosten­los! Um Spende zur Deck­ung der Kosten wird gebeten.

Finanzkrise: Ursachen, Mech­a­nis­men und Kon­se­quen­zen weltweit

  • Wer kon­trol­liert die Finanzmärk­te? Oder kon­trol­lieren die Finanzmärk­te uns?
  • Futures — Cred­it Default Swaps — Devisen — Derivate — Hedge Fonds — Hebel — Leerverkäufe — AAA : Alles klar?
  • Was haben die „Pro­duk­te“ der Finanzwirtschaft über­haupt mit der Real­wirtschaft zu tun?
  • Wer profi­itiert und wer trägt die Kosten?
  • Seit wann haben Rat­ing-Agen­turen so viel Macht?
  • Warum müssen Banken gerettet wer­den?
  • Schuldenkrise (fast) weltweit: Wer sind eigentlich die Gläu­biger?
  • Was hat die Börse in Chica­go mit dem Getrei­de­preis in Ugan­da zu tun?
  • Was ist eine Finanz­transak­tion­ss­teuer und wie kön­nte sie zu ein­er „Steuer gegen Armut“ wer­den?

Und: Was hat das alles mit mir zu tun?

06. März 2012, 19 Uhr
Capi­tol-Cen­ter, Mar­burg
(Ein­tritt frei — bitte Karten an der Kasse abholen)

Pro­gramm

19:00 Uhr Ein­führung und Film „Let’s make mon­ey“ (1. Teil)
19:30 Uhr Vor­trag Dr. Wolf­gang Kessler (Chefredak­teur Pub­lik-Forum)
20:15 Uhr Diskus­sion
danach: Film „Let’s make mon­ey“ (2. Teil)

Ini­tia­toren

Eine-Welt-Kugel-Kreis (Katholis­che Kirchenge­meinde St. Johannes Ev.)
Steuerungs­gruppe „Fair­er Han­del“ der Uni­ver­sitätsstadt Mar­burg
Evan­ge­lis­che Kirche Kurhessen-Waldeck
Welt­laden Mar­burg
attac Mar­burg
Christliche Friedensini­tia­tive Mar­burg
Kino Cine­plex Mar­burg

Das The­ma
Film­trail­er
Besprechung

Weltgebetstag 2012 — Nachlese

Der diesjährige Welt­ge­bet­stag machte auf das Schick­sal der 1,5 Mil­lio­nen Frauen in Malaysia aufmerk­sam, die dort nahezu recht­los als Hau­sangestellte tätig sind. Der öku­menis­che Gottes­di­enst an diesem Tag in der Uni­ver­sität­skirche wurde von Mar­burg­er Frauen der Elis­a­bethkirche, der Pfar­rkirche und der Uni­ver­sität­skirche (evan­ge­lisch), von Peter und Paul sowie St. Johannes (katholisch), von der Ufer­kirche (Bap­tis­ten) und dem Chris­tus­tr­e­ff (überkon­fes­sionell) vor­bere­it­et. Neben der Klage über die Ungerechtigkeit spielte der Dank für die Vielfalt der Men­schen, der Reli­gio­nen, der Tiere und Pflanzen, der Far­ben und der Klei­dung, der Dank für kuli­nar­ische Genüsse, Musik und Tanz eine wichtige Rolle. Optisch erhielt man einen Ein­druck durch den Far­ben­schmuck in der Kirche und die mala­y­sis­chen Pflanzen, die vom Botanis­chen Garten zur Ver­fü­gung gestellt wor­den waren, akustisch durch einige Instru­mente aus der Völk­erkundlichen Samm­lung der Philipps-Uni­ver­sität sowie durch den Gospel­chor „Joy of Life“, der mala­y­sis­che Gesänge inter­pretierte. Mit der Geschichte von der hart­näck­i­gen Witwe und dem kor­rupten Richter aus dem Luka­se­van­geli­um trafen die Frauen in einem Rol­len­spiel den Leben­szusam­men­hang viel­er Frauen aus Malaysia. Die Mar­burg­er Kün­st­lerin Gabi Erne sol­i­darisierte sich als Putzfrau mit den Hau­sangestell­ten. Im Anschluss an den Gottes­di­enst gab es für die Gottes­di­en­st­gäste noch mala­y­sis­che Speisen auf der Orgelem­pore. Dabei entwick­elte sich so manch­er Gedanke­naus­tausch über das Gehörte und Gese­hene.

Fotos: Jörg Rust­meier

Weltgebetstag aus Malaysia

Steht auf für Gerechtigkeit“

Am Fre­itag, dem 2. März ist um 18.00 Uhr in der Uni­ver­sität­skirche ein Öku­menis­ch­er Gottes­di­enst, der von ein­er Gruppe um Andrea Wöl­len­stein gestal­tet und von dem Gospel­chor „Joy of life“ unter Leitung von Jean Kleeb musikalisch begleit­et wird. Anschließend ist ein fes­tlich­es Beisam­men­sein auf der Orgelem­pore.

Am Vortag, Don­ner­stag, dem 1. März, referiert Frau Kranz beim Offe­nen Nach­mit­tag um 15.00 Uhr im Gemein­de­haus Ost über den Welt­ge­bet­stag.

Zum The­ma „Ste­ht auf für Gerechtigkeit“ wird bere­its am 19. Feb­ru­ar der Film „The Tiger Fac­to­ry“ aus Malaysia im Mar­burg­er Kino Capi­tol gezeigt.

Der Welt­ge­bet­stag ist die größte von Laien getra­gene Bewe­gung, zu der sich Protes­tantinnen, Katho­likin­nen, Bap­tistin­nen und Methodis­tin­nen tre­f­fen und gemein­samen einen Gottes­di­enst vor­bere­it­en und feiern. Das Mot­to lautet: Informiert beten und betend han­deln. Die Gottes­di­en­stl­i­turgie schreiben immer Frauen eines Lan­des für alle weltweit. Für dieses Jahr haben es Frauen aus Malaysia getan. „Ste­ht auf für Gerechtigkeit“ so lautet der Titel. Glauben und Leben, bib­lis­che Worte und poli­tis­che Wirk­lichkeit beziehen die Frauen aufeinan­der und geben uns über­raschende Impulse zum Nach­denken. In diesem Jahr ste­ht das Schick­sal von Hau­sangestell­ten in Malaysia im Fokus.

Nach­lese

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