Archiv: Februar 2012

Steht auf für Gerechtigkeit“

Film zum Welt­ge­bets­tag aus Malaysia

Der Magis­trat der Uni­ver­si­täts­stadt Mar­burg (Gleich­stel­lungs­re­fe­rat) zeigt in Koope­ra­tion mit den Mar­bur­ger Kino­be­trie­ben am Sonn­tag, dem 19. Februar, 17.00 Uhr im Capi­tol, Bie­gen­straße 8: „The Tiger Fac­tory“, einen Film von Ming Jin Woo. Malay­sia 2010, 85 Minu­ten. Spra­che: Man­da­rin mit deut­schen Unter­ti­teln. Emp­foh­len ab 14 Jah­ren, FSK 0.

Der Welt­ge­bets­tag fin­det am 2. März 2012 in der Uni­ver­si­täts­kir­chen­ge­meinde statt.

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Semesterabschlusskonzert

Am Mitt­woch, 8. Februar 2012, um 20.00 Uhr gibt der Uni­Chor Mar­burg unter der Lei­tung von Wolf­gang Schult ein A-cappella-Konzert mit Wer­ken ver­schie­de­ner Stile und Epo­chen. Neben Bar­bers berühm­ten Agnus Dei (Ada­gio for strings) gibt es u.a. Stü­cke von Becker, Schu­bert und Elgar zu hören. Außer­dem spielt die Orga­nis­tin Ka Young Lee.

Ein­tritt: 6,- €, ermä­ßigt 4,- €

Geben und nehmen“ — Impressionen vom 5. Februar

Die Künst­le­rin Gabi Erne lud am Sonn­tag, dem 5. Februar, gemein­sam mit ihrem Mann Prof. Tho­mas Erne, der die Pre­digt hielt, zum Got­tes­dienst unter dem Motto „Geben und neh­men“ ein. Sie kochte vor der Gemeinde und wies so auf den ursprüng­li­chen Zusam­men­hang von (Küchen-)Tisch und Altar hin. Anschlie­ßend gab es leckere Kürbis-​Kartoffel-​Karotten-​Kirchensuppe für alle. Nach dem Got­tes­dienst wurde die Aus­stel­lung „Ver­wand­lun­gen zwi­schen Küche und Altar“ im Insti­tut für Kir­chen­bau eröffnet.

Fotos: kalu­tina

Lit­ur­gic Spe­ci­fic Art: „Mahl feiern“

Liturgic Specific Art: „Mahl feiern“

Uni­ver­si­täts­got­tes­dienst vom 5. Februar 2012 mit der Künst­le­rin Gabi Erne und Prof. Dr. Tho­mas Erne, Direk­tor des Insti­tuts für Kir­chen­bau und kirch­li­che Kunst der Gegenwart.

Gabi Erne: „Verwandlungen zwischen Küche und Altar“

Got­tes­dienst / lit­urgy spe­ci­fic art und Ausstellungseröffnung

Zur Eröff­nung der Aus­stel­lung fin­det im Sonn­tags­got­tes­dienst am 5. Februar 2012, 10.00 Uhr in der Uni­ver­si­täts­kir­che in der Reihe LITURGY SPECIFIC ART die Per­for­mance geben und neh­men mit Gabi Erne statt. Pre­di­gen wird Prof. Dr. Tho­mas Erne.

Anschlie­ßend eröff­nen wir ab 11.30 Uhr die Aus­stel­lung mit Bil­dern und Skulp­tu­ren von Gabi Erne in den Räu­men des Insti­tuts für Kir­chen­bau.

Sie und Ihre Freunde sind herz­lich eingeladen!

Impres­sio­nen vom 5. Februar

Leben aus deiner Hand“

Gedan­ken zum Sonn­tag Septuagesimä

Wozu beten? Damit uns nichts selbst­ver­ständ­lich wird. Selbst­ver­ständ­lich ist nur das Nichts.“ So schreibt Kurt Marti im hohen Alter. Einer, der weiß, wovon er spricht. Er hat seine geliebte Lebens­part­ne­rin ver­lo­ren. Er nimmt den Abbau sei­ner geis­ti­gen und kör­per­li­chen Kräfte wahr. Er kennt den bit­te­ren Gedan­ken, dass in die­ser Welt für ihn nichts mehr bleibt, was noch lohnt zu bleiben.

Doch mit­ten in der Nacht ent­steht die Sehn­sucht nach den ers­ten Anzei­chen der Mor­gen­röte. Hilde Domin ermu­tigt: „Nicht müde wer­den, son­dern dem Wun­der leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.“

Die Baum­knospe am kah­len Ast, die her­vor­bre­chen­den Licht­strah­len hin­ter den dunk­len Wol­ken, das Lächeln in einem frem­den Gesicht. Selbst­ver­ständ­lich ist das nicht. Die warme Berüh­rung von einer Hand, die dir auf­hilft. Das fri­sche Brot, das dir jemand reicht. Ein Leben im Dia­log mit dem Leben, das dich umgibt.

Beten muss ich nicht ler­nen. Ich schließe meine Augen, falte meine Hände oder stre­cke sie in den Him­mel. Ich halte inne oder gehe durch eine Land­schaft. Ich singe oder werde still und trete ein in einen Raum, der mir näher ist, als ich mir selbst jemals kom­men kann.

Manch­mal for­mu­liere ich in Wor­ten, was mich bewegt. Das kann ein ein­fa­cher Ruf sein: Hilf mir! Oder: Wie lange noch? Oft­mals bitte ich: Steh mei­nem Nächs­ten bei, sel­te­ner: Sei auch bei dem, der mir ferne rückt. Hin und wie­der danke ich für einen beson­de­ren Augenblick.

Beten kann so ein­fach sein und fällt doch zeit­weise so schwer. Wer nimmt wahr, was mich bewegt? Wird mein Anlie­gen über­haupt gehört? Fra­gen, die oft ohne Ant­wort bleiben.

Beten ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Darum frag­ten die Jün­ger ihren Meis­ter: Was sol­len wir beten? Jesus ant­wor­tete: „Wenn ihr betet, dann sprecht: Vater unser im Him­mel…“ Seine Worte ver­bin­den Chris­tin­nen und Chris­ten über Zei­ten und Räume hin­weg. Ich bin nicht mehr alleine und darf mich mit ande­ren Men­schen zu Gott hin­wen­den so wie ein Kind bei der Mut­ter oder dem Vater Zuflucht sucht. Durch das Gebet Jesu kön­nen wir gemein­sam für das Wich­tigste in unse­rem Leben bit­ten. In der Mitte steht das täg­li­che Brot. Um Zuwen­dung in direk­ter und umfas­sen­der Weise geht es dabei. Um ein Leben, das von dem ers­ten bis zum letz­ten Atem­zug auch so genannt wer­den kann. Hin­ter dem täg­li­chen Brot ste­cken Mühe und Arbeit und eine unfass­bare Güte. Karl-Heinrich Bie­ritz sagt in einem Gedicht: „gnä­dig bist du dem acker/ wirfst ihn um/ scholle für scholle/ trittst ihn mit füßen/ gnä­dig bist du dem samen/ mit vol­len händen/ gibst du ihn fort/ läßt ihn der erde/ der sonne dem regen/ gnä­dig bist du der ernte/ beugst dich über die halme/ nimmst sie mit schar­fem schnitt/ raffst sie zusammen/ trägst sie davon/ schlägst sie und schlägst sie/ zum brot ja gnä­dig bist du uns allen.“

Ein merk­wür­di­ges Bild: unser Leben wie ein Acker, der da liegt und auf­ge­bro­chen, umge­pflügt, getre­ten wird. Dann wird der Samen aus­ge­sät und der Sonne, dem Regen und dem Wind über­las­sen. Es braucht Zeit und Geduld, bis der Halm, schließ­lich die Ähre wächst, die spä­ter mit schar­fem Schnitt geern­tet und unter Schlä­gen zu Mehl ver­ar­bei­tet wird. Und erst unter der Hitze des Feu­ers ent­steht das Brot, das satt macht.

So wie das Brot erst durch den Pro­zess zu dem wird, was es ist, so ist es auch mit uns selbst.

Ein hoher und groß­zü­gi­ger Ein­satz steckt dahin­ter. Mit Freu­den und Ban­gen ist er ver­bun­den, mit Lust und Leid, mit tat­kräf­ti­gem Han­deln und gedul­di­gem War­ten. Das wird nie­mals selbst­ver­ständ­lich sein. Genau so wenig wie der Frei­raum, die eigene Schuld zu benen­nen und die Chance, ein­an­der zu ver­ge­ben und einen Neu­an­fang zu wagen.

Bei dir sind all unsere Tage gezählt. Das Gesche­hene kommt noch ein­mal in Erin­ne­rung. Was mit uns wird, steht noch dahin.

Diet­rich Han­nes Eibach

Lichtmessfeier in der Elisabethkirche

Die Dar­stel­lung des Herrn im Tem­pel. Tafel­ge­mäl­des des Johann von der Lei­ten am Mari­en­al­tar der Eli­sa­beth­kir­che aus dem Anfang des 16. Jahr­hun­derts (Foto: Bern­hard Dietrich)

Der Weih­nachts­fest­kreis des Kir­chen­jah­res schließt sich. Er fin­det sei­nen letz­ten Höhe­punkt in der Dar­stel­lung des neu­ge­bo­re­nen Kin­des im Tem­pel, denn so schreibt es das Gesetz des Mose nach den Wor­ten des Evan­ge­lis­ten Lukas vor: „Alle männ­li­che Erst­ge­burt soll dem Herrn gehei­ligt sein.“ Zum Dank für das Geschenk des Kin­des opfert man „ein paar Tur­tel­tau­ben oder zwei junge Tau­ben.“ Simeon und Hanna, zwei uner­müd­li­che Beter im Tem­pel, wel­che über die Erwar­tung des Mes­sias alt gewor­den sind, erken­nen sofort, wer das unschein­bare Kind ist, das da im Tem­pel zum Altar getra­gen wird. Sie prei­sen es als ein Licht, das die Hei­den erleuch­ten wird. Seit alters her ver­steht sich die christ­li­che Gemeinde als jenes Volk der Hei­den, das durch das Chris­tus­licht erleuch­tet wird. Von daher stammt die got­tes­dienst­li­che Sitte, mit bren­nen­den Lich­tern durch die Räume der Kir­che zu zie­hen als Zei­chen des Chris­tus­lich­tes, das in den Her­zen der Gläu­bi­gen wie­der­strah­len soll. Und des­halb wird die­ser beson­dere Got­tes­dienst, der zu die­sem Fest der Dar­stel­lung des Herrn im Tem­pel gefei­ert wird, auch „Licht­mess“ genannt.

Die Eli­sa­beth­kir­che als mit­tel­al­ter­li­che Pro­zes­si­ons­kir­che mit ihren hohen Chö­ren und wei­ten Schif­fen bie­tet eine beson­dere Mög­lich­keit, diese fest­li­che Pro­zes­sion zu ent­fal­ten. So beginnt der Wort­got­tes­dienst im Haupt­schiff der Kir­che vor dem Lett­ner mit Gesang, Lesun­gen, Gebe­ten und der Pre­digt, es folgt dann in der abge­dun­kel­ten Kir­che die Lich­ter­pro­zes­sion, die im Hohen Chor mit der Feier des Hei­li­gen Mah­les am Hoch­al­tar abschließt.

Zu die­ser Feier, die nun schon seit über drei­ßig Jah­ren in Mar­burg Sitte ist, wird auch in die­sem Jahr am 2. Februar um 18 Uhr ein­ge­la­den. Wer die Freude und Fei­er­lich­keit des Weih­nachts­fes­tes in sich und in der Gemein­schaft mit ande­ren nach­klin­gen las­sen möchte, ist herz­lich eingeladen.

Fried­rich Dick­mann, Pfr. i. R.

Gottesdienste im Februar 2012

Uni­ver­si­täts­kir­che

Do 02.02. 18.00 Uhr mit Abendmahl in Form der Ev. MesseLicht­mess­feier
Dickmann/Koch/Rustmeier
So 05.02. Sep­tua­gesimä 10.00 Uhr Uni­ver­si­täts­got­tes­dienst mit besonderer Musik
Prof. Erne
Do 09.02. 18.45 Uhr
19.00 Uhr
Orgel­ves­per
mit Abendmahl in Form der Ev. MesseEibach
So 12.02. Sexa­gesimä 10.00 Uhr mit AbendmahlHuber
Do 16.02. 18.45 Uhr
19.00 Uhr
Orgel­ves­per
mit Abendmahl in Form der Ev. MesseZim­mer­mann
So 19.02. Est­o­mihi 10.00 Uhr Prof. Mar­tin
Do 23.02. 18.45 Uhr
19.00 Uhr
Orgel­ves­per
mit Abendmahl in Form der Ev. MesseRen­ner
So 26.02 Invo­ka­vit 10.00 Uhr mit AbendmahlEibach
Do 01.03. 18.45 Uhr
19.00 Uhr
Orgel­ves­per
mit Abendmahl in Form der Ev. MesseProf. Hage

Kapelle St. Jost

Sa 04.02. 17.00 Uhr mit AbendmahlEibach
Sa 11.02. 17.00 Uhr Huber
Sa 18.02. 17.00 Uhr Prof. Mar­tin
Sa 25.02. 17.00 Uhr Eibach

St. Jakob, Begeg­nungs­zen­trum „Auf der Weide“

Fr 24.02. 16.00 Uhr Rust­meier
mit Abendmahlmit Abend­mahl
mit Abendmahl in Form der Ev. Messemit Abend­mahl in Form der Ev. Messe
mit besonderer Musikmit beson­de­rer Musik
Regelmäßige Veranstaltungen im Februar 2012

Phil­ipp­shaus

Di 15.00 Uhr Krab­bel­gruppe (bis 3 Jahre)
und Kin­der­gruppe (4 – 8 Jahre)
Di 18.00 Uhr Trau­er­gruppe
(in der Regel am 1. und 3. Diens­tag im Monat)
Kon­takt: Sil­via Möl­ler, Tel. (06421) 913911
und Petra Styra, Tel. (06421) 36314
Mi 10.30 Uhr Gedächt­nis­trai­nings­gruppe
(am 2. Mitt­woch im Monat)
Do 15.00 Uhr Offe­ner Gemeindenachmittag:
23.02. „Das liebe Geld“
mit Pfr. Hans-Horst Althaus
Do 20.15 Uhr Kan­to­rei
Fr 15.00 Uhr Gesprächs­kreis Fried­rich­straße 20
(in der Regel am 3. Frei­tag im Monat)
Fr 19.30 Uhr Bib­li­scher Gesprächs­kreis
(in der Regel am 1. Frei­tag im Monat)

Gemein­de­haus Ost

Mo 20.00 Uhr Anonyme Alko­ho­li­ker I
Mi 18.30 Uhr Nar­co­tics Anonymous
Do 15.00 Uhr Offe­ner Gemeindenachmittag:
02.02. „Die Pro­vence – ein Land, in dem wir Euro­pas Geschichte begeg­nen“
mit Pfrn. Räder
16.02. „Hoch und hei­lig – Große Berge und ihre Mythen“
mit Pfr. Hans-Horst Althaus
Fr 20.00 Uhr Anonyme Alko­ho­li­ker II

Uni­ver­si­täts­kir­che

Do 18.45 Uhr Orgel­ves­per
(im Anschluss um 19.00 Uhr Ev. Messe)

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