John Rutters „Requiem“ – Eine Meditation über Leben und Tod

Am Toten­sonn­tag, 20. Novem­ber 2011 führt der Gos­pel­chor „Joy of Life“ der Kur­hes­si­schen Kan­to­rei Mar­burg um 17.00 Uhr John Rut­ters „Requi­em“ in der Luthe­ri­schen Pfarr­kir­che St. Mari­en in Mar­burg auf. Umrahmt wird das Requi­em von ande­ren instru­men­ta­len und voka­len Wer­ken Rut­ters.

Der spon­ta­ne Erfolg des 1985 kom­po­nier­ten „Requi­em“, das Rut­ter dem Andenken sei­nes Vaters wid­me­te, der im vor­aus­ge­gan­ge­nen Jahr gestor­ben war, kam gera­de­zu einem Wun­der gleich. In den ers­ten sechs Mona­ten nach sei­ner Ver­öf­fent­li­chung erleb­te das Werk allein in Ame­ri­ka über fünf­hun­dert Auf­füh­run­gen. Das Requi­em ver­mit­telt eine von Rut­ters eige­nem Ver­lust in jener Zeit gepräg­te Stim­mung des Tros­tes. Das Werk ist in einer Musik­spra­che gehal­ten, die der Kom­po­nist beschrieb als „eine, die mei­nem Vater per­sön­li­ch sehr gefal­len hät­te“. Es bezieht sei­ne Inspi­ra­ti­on nicht zuletzt aus Gabri­el Fau­rés 1888 ent­stan­de­nem Requi­em. Als er die Noten von Fau­ré anschau­te, kam ihm die Idee eines zeit­ge­nös­si­schen Requi­ems fern­ab der gewal­ti­gen, dunk­len Klang­far­ben und dra­ma­ti­schen Rhyth­men eines Ber­lioz, Ver­di oder Brit­ten.

Bewusst bricht Rut­ter in sei­nem Requi­em die tra­di­tio­nel­le Glie­de­rung der Toten­mes­se auf. Er unter­legt sei­ner Musik eine per­sön­li­che Aus­wahl von Tex­ten, die sowohl aus der lit­ur­gi­schen Toten­mes­se als auch aus dem ‚Book of Com­mon Pray­er’ von 1662 stam­men. Die sie­ben Sät­ze des Wer­kes bil­den eine bogen­ar­ti­ge Medi­ta­ti­on über The­men, die sich mit dem Leben und dem Tod beschäf­ti­gen. Rut­ter selbst beschreibt sein Werk mit fol­gen­den Wor­t­en: „Es ist ver­traut statt erha­ben, nach­denk­li­ch und lyri­sch statt dra­ma­ti­sch, trös­tend statt trost­los und zugäng­li­ch statt dis­tan­ziert.“

John Rut­ter wur­de 1945 in Lon­don gebo­ren und erhielt sei­ne ers­te musi­ka­li­sche Aus­bil­dung als Chor­sän­ger an der High­ga­te School. Er stu­dier­te Musik am Cla­re Col­le­ge in Cam­bridge, wo er bereits vor sei­nem Abschluss ers­te Kom­po­si­tio­nen ver­öf­fent­lich­te und ers­te Plat­ten­auf­nah­men mach­te. Sei­ne Arbeit als Kom­po­nist umfasst sowohl gro­ße als auch klei­ne­re Chor­wer­ke, zahl­rei­che Orches­ter- und Instru­men­tal­stü­cke, ein Kla­vier­kon­zert, zwei Kin­der­opern, Musik für das Fern­se­hen und Auf­trags­wer­ke für Grup­pen wie das Phil­ip Jones Brass Ensem­ble und die King’s Sin­gers.

Mit­wir­ken­de:
Gos­pel­chor der Kur­hes­si­schen Kan­to­rei „Joy of Life“
Mar­bur­ger Kam­mer­or­ches­ter mit Blä­sern
Har­fe (Cor­du­la Poos) und Sopran (Cor­ne­lia Fie­big)
Lei­tung: Jean Kleeb

Kon­zert­kar­ten: 14,– € (erm. 10,– €)
Vor­ver­kauf: Mar­bur­ger Tou­ris­mus und Mar­ke­ting GmbH, Pil­grimstein 26, Tel: (06421) 99120

Kon­zert­pla­kat

 

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