Archiv: November 2010

Adventskonzert

Das Saltarello-Ensemble in der Universitätskirche

1. Advent, 28.11.2010, 17.00 Uhr, Uni­ver­si­täts­kir­che – „Magni­fi­cat“
Advents– und Weih­nachts­mu­sik von Johann Rosenmüller

Instru­men­tal– und Vokal­so­lis­ten des Ensem­bles für Alte Musik Sal­ta­rello wer­den aus dem rei­chen Schaf­fen des im 17. Jahr­hun­dert weit über die Gren­zen sei­ner säch­si­schen Hei­mat hin­aus bekann­ten Meis­ters Werke in ver­schie­de­nen Beset­zun­gen musizieren.

Im Kon­zert erklingt Musik von Johann Rosen­mül­ler, der 1619 gebo­ren wurde und in Leip­zig wirkte.

Zu Gehör kom­men Werke mit advent­li­chen und weih­nacht­li­chen Tex­ten, dar­un­ter zwei kleine geist­li­che Kon­zerte aus den „Kern-Sprüchen“, drei Motet­ten für Chor und zwei obli­gate Streich­in­stru­mente, sowie grö­ßere Werke für Gesang, Strei­cher und Blech­blä­ser – ergänzt durch Instru­men­tal­stü­cke auf his­to­ri­schen Instru­men­ten. Ein­ge­rahmt wird der Abend von zwei gro­ßen Ver­to­nun­gen des Magni­fi­kats, des Lob­ge­sangs der Maria, der nach der christ­li­chen Tra­di­tion beson­ders mit der Advents­zeit ver­bun­den ist.

> Sal­ta­rello 2011
Mut zur Schwäche“ – Gottesdienst zum 1. Advent

Dorothée SchubertHannes Eibach

Doro­thée Schu­bert, Han­nes Eibach

Got­tes­dienst am 28.11.2010
in der Reihe „Wie weit reicht das Para­dies? Wunsch und Wirk­lich­keit in der Liebe“

Pre­digt: Pfar­rer Han­nes Eibach /Studierendenpfarrerin Doro­thée Schu­bert
Musik: Dorit Meyer, Flöte, und Gerold Vor­rath, Orgel

Gedanken zum Advent

Mar­bur­ger Weih­nachts­markt (Foto: Jörg Rustmeier)

Die Advents­zeit: Geschäfts­leute kön­nen nicht war­ten, dass sie end­lich beginnt, denn kaum ist Ewig­keits­sonn­tag, der letzte Sonn­tag des Kir­chen­jah­res vor­bei, wer­den Läden und Weih­nachts­märkte mit ihren Stän­den hek­tisch auf Weih­nach­ten aus­ge­rich­tet; Kin­der kön­nen nicht war­ten, dass sie end­lich zu Ende geht und öff­nen unge­dul­dig zum Durch­hal­ten bis Hei­lig­abend jeden Tag ein Tür­chen am Adventskalender.

Advent heißt Ankunft: Chris­ten war­ten auf die Ankunft Got­tes, dar­auf, dass er end­lich in diese Welt komme; sie war­ten unge­dul­dig auf seine Gegen­wart, nicht erst am Ende der Welt, son­dern schon jetzt, damit Unfrei­heit, Unge­rech­tig­keit, Kälte und Gleich­gül­tig­keit end­lich ein Ende haben. Das ver­än­dert ihr Leben und macht es menschlicher!

Es gibt eine Geschichte, die von Ernst Bloch (1885 – 1977), dem gro­ßen deut­schen mar­xis­ti­schen Phi­lo­so­phen erzählt wird: Es ist kurz vor dem 4. Advent. Die Stu­die­ren­den ver­ab­schie­den sich von ihrem Pro­fes­sor Bloch, bevor sie in die Weih­nachts­fe­rien fah­ren. Sie sagen: „Wir wün­schen Ihnen schöne Weih­nach­ten, Herr Bloch.“ Herr Pro­fes­sor Bloch dankt ihnen herz­lich. Und dann sagt er ihnen: „Aber ver­ges­sen Sie bei allen Weih­nachts­fei­ern nicht: Chris­ten leben immer im Advent!“

Jörg Rust­meier

Adventspunsch

(Foto: Ste­pha­nie Hof­schla­e­ger / pixelio.de)

Zur Ein­stim­mung auf die Advents­zeit laden wir im Anschluss an die Wochen­schluss­an­dacht um 17.00 Uhr am 27. Novem­ber 2010 zu einem Adventspunsch und hei­ßen Würst­chen in den Anbau von St. Jost ein.

Ewigkeitssonntag

Am 21. Novem­ber wird im Got­tes­dienst um 10.00 Uhr der Frauen und Män­ner gedacht, die im letz­ten Jahr in unse­rer Gemeinde ver­stor­ben sind. Dazu wer­den ihre Namen genannt und Ker­zen für sie ange­zün­det. Zu die­sem Got­tes­dienst, der von Pfar­rer Huber gehal­ten wird, sind beson­ders die Ange­hö­ri­gen und Freunde der Ver­stor­be­nen eingeladen.

Liebesverrat“ – Gottesdienst zum Buß– und Bettag

Thomas Erne

Prof. Dr. Tho­mas Erne

Got­tes­dienst am 17.11.2010
in der Reihe „Wie weit reicht das Para­dies? Wunsch und Wirk­lich­keit in der Liebe“

Pre­digt: Prof. Dr. Tho­mas Erne
Musik: Eli­sa­beth Mai­k­ranz, Vio­line, und Sebas­tian Wei­gert, Orgel

> Buß– und Bet­tag 2011
Jüdische Identität…“

„Jüdi­sche Iden­ti­tät und die Mög­lich­kei­ten und Gren­zen des Zusam­men­le­bens mit Nicht­ju­den nach Tal­mud und Midrasch

Vor­trags– und Dis­kus­si­ons­abend mit dem Tal­mud­ex­per­ten Prof. Dr. Gün­ter Stem­ber­ger aus Wien am

Mon­tag, 15. Novem­ber 2010 — 19.30 Uhr — Alte Uni­ver­si­tät, HS 112

Ver­an­stal­ter: Gesell­schaft für Christlich-Jüdische Zusam­men­ar­beit, Jüdi­sche Gemeinde und der Fach­be­reich Evan­ge­li­sche Theo­lo­gie der Philipps-Universität

Miserere Mei Deus“ – Trauer und Zuversicht in der Renaissance

Kam­mer­kon­zert am 14. Novem­ber um 17.00 Uhr
mit dem Can­ti­cum Anti­quum unter der Lei­tung von Bri­gitte Krey

Ein­ge­rahmt von zwei Wer­ken des Hal­len­ser Kom­po­nis­ten Tho­mas Buch­holz, der seine „Luther-Arkaden“ 2008 kom­po­nierte, kommt eine Mess­ver­to­nung der Renais­sance (Missa Sta­bat Mater von Hie­rony­mus Vin­ders) in der Uni­ver­si­täts­kir­che zur Auf­füh­rung – dane­ben noch eine Psalm­ver­to­nung von Jos­quin Des­p­rez und mit­tel­al­ter­li­che Anti­phone von Hil­de­gard von Bin­gen und Alfonso el Sabio.

Tipp: Gospelkonzert mit „Joy of Life“

Foto: Jörg Rustmeier

Unter dem Titel „Sing for Joy“ prä­sen­tiert der Gos­pel­chor der Kur­hes­si­schen Kan­to­rei am Sonn­tag, den 14. Novem­ber, um 17 Uhr in der Luthe­ri­schen Pfarr­kir­che St. Marien Gos­pels und geist­li­che Chor­mu­sik aus Europa, den USA, Bra­si­lien und Asien. Beglei­tet wird der Chor von Olaf Roth (Piano), Frank Höf­li­ger (Bass) und Sven Demandt (Schlag­zeug). Die Lei­tung hat Jean Kleeb.

Kar­ten gibt es zu 10,- € und ermä­ßigt zu 7,- € an der Abend­kasse (ab 16 Uhr) oder im Vor­ver­kauf bei der Mar­bur­ger Tou­ris­mus & Mar­ke­ting GmbH.

Rückblick auf den Greenpeace-Gottesdienst am 14. November
Der Regen­wald auf Suma­tra und Bor­neo ist die Hei­mat vie­ler sel­te­ner Tier­ar­ten, die nun vom Aus­ster­ben bedroht sind. Die Kin­der mal­ten für den Schutz der beson­ders gefähr­de­ten Orang-Utans.
Gemein­sam mit Pfar­rer Eibach und dem Umwelt­be­auf­trag­ten des Evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­ses Marburg-Stadt Tho­mas Arndt hatte die Greenpeace-Gruppe Mar­burg einen Got­tes­dienst zum Schutz des Regen­wal­des in Indo­ne­sien vor­be­rei­tet. Green­peace infor­mierte über die Zer­stö­rung des wich­ti­gen Öko-Systems mit dem ein­zi­gen Ziel, Palmöl für den glo­ba­len Markt zu pro­du­zie­ren. Palmöl ist in vie­len Lebens­mit­teln, vor allem in Süß­wa­ren, aber auch in den Ten­si­den von Wasch­mit­teln und im Bio­sprit ent­hal­ten. Die Got­tes­dienst­be­su­cher brach­ten ihre Für­bit­ten zum Erhalt der Schöp­fung vor Gott.
Am Ende des Got­tes­diens­tes prä­sen­tier­ten die Kin­der den Erwach­se­nen ihre Werke. Die bemal­ten Orang-Utans wer­den ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­kern in Ber­lin über­ge­ben, um auf die Gefähr­dung der Tiere durch die andau­ernde Rodung des Regen­wald auf­merk­sam zu machen.
Der Altar­raum der Uni­ver­si­täts­kir­che wurde mit bun­ten Tüchern von Green­peace geschmückt.
Die Erwach­se­nen füll­ten Post­kar­ten an Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel aus, die bis­her nichts gegen den inter­na­tio­na­len Palmöl-Handel nach Deutsch­land unter­nom­men hat. Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Sören Bar­tol wird die Kar­ten der Regie­rungs­che­fin übergeben.

Fotos: Jörg Rustmeier

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